12.06.2025
Würzburg lieferte einen harten Fight
Im alles entscheidenden Spiel 5 der Halbfinal-Serie setzte sich ratiopharm Ulm mit 91:84 gegen die FIT/One Würzburger Baskets durch und zieht ins Finale gegen Bayern München ein. Trotz eines kämpferischen Auftritts der Würzburger waren es die Hausherren, die am Ende die Nerven und die Oberhand behielten.

Die Würzburger gingen bereits mit einem herben Rückschlag ins entscheidende fünfte Spiel: Guard Mike Lewis II, der im vierten Spiel verletzt ausschied, konnte wegen einer Verletzung nicht mitwirken. Für Ulm zeigte sich Karim Jallow (18 Punkte, 9 Rebounds) direkt wieder in Topform und erzielte sechs Punkte im ersten Viertel. Doch Würzburg ließ sich nicht abschütteln und legte einen 6:0-Lauf hin, um den Rückstand zu verkürzen. Dennoch drehten die Ulmer zum Ende des ersten Abschnitts noch einmal auf, und gingen mit einer 26:17-Führung in das zweite Viertel.
Würzburg kam gut in den zweiten Abschnitt: Erst traf Nelson Phillips (16, 3/5 3PM) einen Dreier, dann legte Hannes Steinbach (16, 9 Rebounds) nach und brachte die Gäste auf nur drei Punkte heran. Doch die Hausherren hatte in dieser Phase eine Antwort parat. Besonders stark war die hohe Trefferquote von der Dreierlinie - bis zu diesem Punkt trafen die Ulmer bereits fünf von acht Würfe von draußen. Ben Saraf (16, 6 Rebounds, 4 Assists9, der in der ersten Halbzeit auftrumpfte, erzielte sieben Punkte in Folge und hielt Ulm auf Kurs.
Würzburg kämpfte weiter und ließ sich nicht abschütteln. Doch kurz vor der Halbzeit kassierte MVP Jhivvan Jackson (16, 5 Assists) sein drittes Foul, was ihn in der zweiten Halbzeit noch stärker unter Druck setzte. In der Schlussphase des zweiten Viertels traf Steinbach, in seinem letzten Spiel für die Franken (er wird ans College gehen), mit dem Buzzer, und so ging es mit 50:43 in die Kabinen.
Die zweite Hälfte begann mit einem kleinen Rückschlag für Ulm, als sie in den ersten fünf Minuten fünf Freiwürfe liegen ließen. Dennoch setzten sie sich mit einem weiteren Dreier von Nelson Weidemann (13, 3/5 3PM) wieder auf zehn Punkte ab. Doch Würzburg ließ sich nicht entmutigen. Durch Davion Mintz (12, 5 Rebounds, 5 Assists), der sich immer wieder in wichtigen Momenten zeigte, verkürzten die Gäste den Rückstand auf sechs Punkte, doch Ulm blieb konstant und ging mit einer 66:58-Führung in das Schlussviertel.
Der letzte Abschnitt begann für Würzburg mit einem weiteren Rückschlag: Zac Seljaas (6, 5 Rebounds), der im gesamten Spiel noch nicht richtig in Fahrt gekommen war, kassierte früh sein fünftes Foul und musste das Spielfeld verlassen. Ulm nutzte die Gelegenheit und baute die Führung durch zwei starke Treffer von Marcio Santos (12) auf 15 Punkte aus.
Lukas Hetterich
Doch Würzburg gab sich nicht auf. Mit einem 9:0-Lauf kämpften sie sich wieder auf sechs Punkte heran. In dieser Phase bewies Ulm jedoch erneut Stabilität. Vor allem die sichere Trefferquote von der Dreierlinie (46 %) - bei der sie an diesem Abend konstant stark waren - verhalf ihnen, die Führung wieder auszubauen. Würzburg (25 % Dreierquote) versuchte in den letzten Sekunden noch einmal alles, doch Ulm blieb souverän und sicherte sich mit einem 91:84-Sieg den Einzug ins Finale.
Im Kampf um den Titel wartet bereits der amtierende Meister aus München. Das erste Spiel der Final-Serie findet bereits am kommenden Sonntag (15. Juni, 18 Uhr, LIVE bei Dyn) beim FC Bayern statt.