23.03.2026
Direktes Duell im Play-off-Rennen
Die Basketballer von ratiopharm Ulm gewinnen ein umkämpftes Verfolgerduell mit den Telekom Baskets Bonn mit 84:77. In einer lange offenen Partie entscheiden chaotische Schlussminuten das Spiel.

Das erwartete Duell auf Augenhöhe entwickelte sich von Beginn an. Beide Teams begegneten sich defensiv intensiv, kein Team konnte sich im ersten Durchgang absetzen. Bonn lag nach dem ersten Viertel knapp vorne, zur Pause stand es 40:39 für Bonn - ein Spiel, das schon früh den Charakter eines klassischen Crunchtime-Duells annahm.
Auch nach der Pause blieb das Bild unverändert. Die Bonner hielten die Partie weiter eng und gingen mit einer knappen Führung ins Schlussviertel (61:58). Vor allem Jeff Garrett (23 Punkte) setzte offensive Akzente, während Ulm über eine geschlossene Teamleistung kam. Gleich fünf Spieler punkteten zweistellig, angeführt von Justin Simon (16 Punkte, 5 Rebounds, 4 Assists) und Chris Sengfelder (12).
Im vierten Viertel übernahm Ulm nach einem Bonner Lauf zunehmend die Kontrolle. Nachdem die Gäste zwischenzeitlich mit acht Punkten geführt hatten, drehten die Gastgeber das Spiel mit einem 26:16 im Schlussabschnitt und setzten sich erstmals ein wenig ab. Bonn blieb jedoch dran und profitierte 70 Sekunden vor Schluss von einem umstrittenen unsportlichen Foul gegen Malik Osborne, das den Rückstand auf zwei Zähler verkürzte.
Die Schlussphase wurde anschließend hektisch: Bonn hatte mehrfach die Chance auf den Ausgleich, doch Grayson Murphy leistete sich einen entscheidenden Ballverlust. Auf der anderen Seite ließ Ulm zunächst Möglichkeiten liegen, sich frühzeitig abzusetzen, entschied die Partie aber letztlich an der Freiwurflinie. Mark Smith und Malik Osborne behielten die Nerven und machten den 84:77-Erfolg perfekt.
Damit liegen beide Teams in der Tabelle weiter dicht beieinander. Bonn steht nach der Niederlage bei 16 Siegen und 10 Niederlagen auf Rang vier, Ulm folgt mit 15 Erfolgen und 9 Niederlagen auf Platz fünf - hat allerdings noch zwei Spiele weniger absolviert. Zudem sicherten sich die Ulmer durch den Sieben-Punkte-Sieg auch den direkten Vergleich, nachdem Bonn das Hinspiel nur knapp mit zwei Zählern für sich entschieden hatte.
sgm