10.01.2026
Sengfelder und Weidemann fehlten kurzfritig
Trotz massiver Personalsorgen hat ratiopharm Ulm in der BBL einen wichtigen Heimsieg eingefahren. Gegen die Basketball Löwen Braunschweig steigerten sich die Ulmer nach schwacher erster Hälfte deutlich und belohnten sich mit einem 72:59-Erfolg.

Die personelle Lage bei ratiopharm Ulm hatte sich vor dem Spiel weiter zugespitzt. Zwar kehrte Teo Milicic nach Krankheit zurück, doch mit Christian Sengfelder und Nelson Weidemann fehlten kurzfristig zwei Leistungsträger, während Tommy Klepeisz und Alec Anigbata weiterhin nicht zur Verfügung standen. Trainer Ty Harrelson musste früh auf eine enge Rotation setzen.
Ulm begann engagiert, ließ offensiv aber vieles liegen. Schwache Quoten aus dem Feld sorgten dafür, dass die Gastgeber im ersten Viertel nur 14 Punkte erzielten. Braunschweig nutzte das Tempo und setzte sich nach zehn Minuten auf 20:14 ab. Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie zerfahren, Ulm verteidigte aufmerksam, verpasste es jedoch, die Rückstände unter dem gegnerischen Korb zu korrigieren. Zur Pause lagen die Hausherren mit 28:35 zurück.
Nach dem Seitenwechsel bot sich Ulm mehrfach die Chance, das Spiel an sich zu reißen, doch Unkonzentriertheiten verhinderten zunächst die Wende. Hinzu kam ein weiterer Rückschlag, als Joel Cwik nach einem Zusammenprall mit blutender Nase in die Kabine musste. Dennoch stemmten sich die Ulmer gegen die drohende Niederlage, angeführt von einem überragenden Christopher Ledlum (16 Punkte, 17 Rebounds).
Mit zunehmender Spieldauer kippte die Partie. Ulm glich knapp drei Minuten vor Ende des dritten Viertels aus und ging kurz darauf erstmals in Führung. Braunschweig verlor in dieser Phase offensiv völlig den Rhythmus. Im Schlussviertel setzte Ulm mit einem 9:0-Lauf ein klares Zeichen, während Cwik unter dem Applaus der Fans zurückkehrte. Die Hausherren brachten den Vorsprung ins Ziel und sicherten sich einen 72:59-Heimsieg.
kon