24.05.2025
BBL Play-offs - Viertelfinale
Der noch amtierende BBL-Vizemeister Alba Berlin hat auch Spiel 3 der Playoff-Serie gegen ratiopharm Ulm (zweistellig) verloren. Über drei Viertel verkauften sich die Hauptstädter teuer, verloren das Duell letztlich in den finalen zehn Minuten.

Dank der acht Siege aus den letzten zehn Saisonspielen keimte bei Alba Berlin nach einer verkorksten Spielzeit zuletzt wieder Hoffnung auf - nur um in den ersten beiden Play-off-Partien wieder zu verschwinden. Die ersten zwei Duelle mit dem Tabellenzweiten aus Ulm gingen klar verloren. Auswärts bei den Donauschwaben musste man nun also schon ging das vorzeitige Saisonaus kämpfen.
Und auch tatsächlich präsentierten sich die Hauptstädter von Beginn an deutlich kampfeslustiger als noch vor drei Tagen bei sich zu Hause. Dank aggressiver Verteidigung blieb man mit Ulm auf Augenhöhe. Zwei Statistiken verdeutlichen den defensivgeprägten Spielverlauf besonders: insgesamt kamen beide Teams auf 22 Steals (10:12) und 38 (!) Ballverluste (19:19).
Der Spielfluss stockte daher über weite Strecken. Für offensive Produktion sorgten indes zumeist Einzelaktionen - und die Bigmen. Bei den Ulmern machte Santos eines seiner wohl besten Saisonspiele (23 Punkte, 6/8). Auf der Gegenseite bestätigte Wetzell seine seit Wochen anhaltende Formstärke (13, 4/8). Letzterer brachte den Gästen zwei Sekunden vor Ende der ersten Hälfte auch die Führung ein (43:45).
Danach setzte sich der Donau-Krimi weiter fort. Obwohl Alba nun so langsam die Zügel in die Hand nahm, konnten sie Ulm nie weiter als auf sieben Punkte distanzieren. Das lag auch daran, dass diese es immer wieder verstanden, sich Punkte an der Freiwurflinie zu verdienen. 27 Treffer standen lediglich neun erfolgreichen Freiwürfen Berlins gegenüber.
Im Schlussviertel sollte sich das Blatt gänzlich zu den Gastgebern wenden. Unter den Anfeuerungsrufen in der nun wieder erwachten ratiopharm Arena schraubte Ulm nun nochmal die Intensität hoch. Die beiden NBA-Jungstars in spe Noa Essengue (14, 5/7) und Ben Saraf (20, 4/5, 11/12 FW) sorgten wieder für die Führung. Bei Alba ging offensiv plötzlich nichts mehr zusammen. Über zwei Minuten blieb man ganz ohne Punkte - am Ende dieses 9:0-Laufs (86:77) war das Spiel entschieden.
jos
Für Alba Berlin endet damit eine überaus chaotische und enttäuschende Spielzeit vorzeitig. Ratiopharm Ulm bekommt nun ein paar Tage Pause, ehe man im Halbfinale auf Braunschweig oder Würzburg trifft. In der Serie steht es aktuell ausgeglichen (1-1). Morgen kommt es bereits zum dritten Aufeinandertreffen (ab 15 Uhr, exklusiv bei Dyn).