18.04.2026
Champion OKC wartet
Die Phoenix Suns haben die Golden State Warriors in einer engen Partie mit 111:96 geschlagen und sich damit den letzten Playoff-Platz im Westen gesichert. Stephen Curry erwischte dabei keinen guten Abend.

Die Suns wollten an diesem Abend Geschichte vermeiden und nicht das erste Team werden, das in der Play-In-Geschichte zwei Heimspiele in Folge verliert. So waren sie von Beginn an hochfokussiert und nutzten viele leichte Ballverluste der Warriors in der Frühphase aus, um sich schnell eine 13:2-Führung zu erarbeiten. Auf der Gegenseite verteidigten sich auch aggressiv und wollten vor allem Curry auf keinen Fall ins Spiel kommen lassen.
So trafen die Warriors im ersten Viertel nur 30 Prozent aus dem Feld im ersten Viertel und 1/9 von draußen, was nach einem 8:0-Lauf des Heimteams in einer 33:15-Führung resultierte. Nach der ersten Pause schwang das Momentum aber in Richtung des Champions von 2022. Angeführt von Topscorer Brandin Podziemski (23 Punkte, 9/17 FG), kämpften sie sich zurück ins Spiel und waren nach zwei erfolgreichen Curry-Freiwürfen 20 Sekunden vor der Halbzeit wieder auf -2 dran. Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzte aber der überragende Jalen Green mit einem schwierigen Stepback-Dreier über Al Horford.
Green war es auch, der im dritten Viertel hauptverantwortlich dafür war, dass Phoenix sich erneut absetzen konnte. Er erwischte an diesem Abend mal wieder ein Spiel, das eindrucksvoll demonstrierte, warum die Rockets ihn 2021 mit dem 2. Pick im Draft wählten. Offensiv war er von niemandem zu stoppen oder traf jeden noch so schweren Wurf. Im dritten Viertel erzielte er alleine 13 Punkte, was die Führung zwischenzeitlich wieder auf +16 hochschraubte.

Gianluca Fraccalvieri
Golden State war aber noch nicht geschlagen: Curry traf mit 8:30 Minuten zu spielen einen Dreier, der sie auf 78:85 ranbrachte, und bei den Fans im Mortgage Matchup Center kamen Erinnerungen an die Partie gegen die Trail Blazers hoch, als Phoenix eine zweistellige Führung im Schlussviertel verspielte. Dieses Mal antwortete Phoenix aber direkt mit sieben Punkten in Serie und stellte den alten Vorsprung wieder her, woraufhin nichts mehr anbrannte.
Hitzig wurde es in der Schlussphase dennoch einmal: Devin Booker und Draymond Green, der nach seinem sechsten Foul bereits auf der Bank saß, tauschten ein paar nette Worte, worauf Referee Scott Foster die beiden mit Technical belegte und frühzeitig zum Duschen schickte. Auf dem Weg nach draußen stachelte Green die buhende Halle sogar noch weiter an.
Booker war am Ende mit 20 Punkten (5/12 FG) der zweitbeste Werfer seines Teams und verteilte dazu noch acht Assists. Jalen Green beendete die Partie mit 36 Punkten, wobei er überragende 14/20 aus dem Feld und 8/14 Dreier traf. Mit zwei Steals und drei Blocks war er auch defensiv ein Faktor. Jordan Goodwin steuerte weitere 19 Punkte, neun Rebounds und sechs Steals bei. Dillon Brooks kam auf 13 Punkte.
Curry stand am Ende bei 17 Punkten und mageren 4/16 aus dem Feld (3/10 Dreier), De'Anthony Melton steuerte von der Bank kommend 16 Zähler bei.
Die Suns sind bereits am Sonntag (21:30 Uhr deutscher Zeit) in Spiel 1 gegen die Oklahoma City Thunder wieder gefordert, während die Saison für die Warriors vorbei ist.
