12.03.2026
Bessoir und Bühner die Topscorerinnen
Die deutschen Basketballerinnen sind auch im zweiten WM-Qualifikationsspiel ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Gegen mutige Philippinas spielte die DBB-Auswahl ihre Größenvorteile souverän aus, machte aber defensiv einen teils wackeligen Eindruck.

Mit 55 zu 26 verbuchte Deutschland mehr als doppelt so viele Rebounds wie ihre Gegnerinnen. Beste Werferin war Emily Bessoir mit 25 Punkten (11/18) und 13 Rebounds. Frieda Bühner steuerte 19 Zähler hinzu.
Keine 24 Stunden nach Ende des erfolgreichen Qualifying-Auftakts stand für die deutschen Basketballerinnen bereits die nächste Herausforderung auf dem Plan. Gegen die Philippinen wurde das DBB-Team im Vorfeld erneut als klarer Favorit gehandelt, musste allerdings anders als am Vortag auf Nyara Sabally verzichten, die von Bundestrainer Olaf Lange geschont wurde.
Das Fehlen der WNBA-Starspielerin machte sich vor allem defensiv bemerkbar. Nach der historisch hohen Niederlage gegen Frankreich (66:115) waren die Philippinas auf Wiedergutmachung aus, kämpften um jeden Ballbesitz und konnten insbesondere im Fastbreak mehrfach gute Akzente setzen. Sumayah Sugapong erzielte allein im Eingangsviertel zehn ihrer 21 Punkte.
Letztlich ging es dennoch mit einer klaren Führung in die erste Viertelpause, weil die DBB-Frauen ihre Größenvorteile an den Brettern klar ausspielen konnten. Jennifer Crowder stellte mit der Sirene auf +10 (35:25).

Julius Ostendorf
Noch deutlicher wurde es im zweiten Durchgang, weil Deutschland die defensive Intensität spürbar hochschraubte. Zudem gelang es offensiv häufiger, in die Zone zu gelangen. Nach kaum 14 Spielminuten erzielte Frieda Bühner bereits die Punkte 49 und 50.
Nach dem Seitenwechsel, Deutschland jetzt bereits um die 20 Zähler in Führung, nahm das Tempo spürbar ab. Für die Ostasiatinnen würde die Differenz im weiteren Turnierverlauf aber nochmal wichtig werden können und so blieb das Team offensiv am Ball, wenngleich man den deutschen Basketballerinnen zu keiner Zeit wirklich gewachsen war.
Den offensiven Rekord in einem WM-Qualifikationsspiel, den die Französinnen jüngst aufgestellt hatten, verpasste Deutschland letztlich knapp. Grund zum Unmut besteht jedoch eher wegen der defensiven Leistung. Auch Bundestrainer Olaf Lange betonte nach Spielende: "Gegen diesen Gegner dürfen wir keine 80 Punkte zulassen."
Nach einem Tag Pause erwarten die deutsche Basketball-Nationalmannschaft am Samstag den ersten großen Härtetest beim Qualifikationsturnier. Ab 20.30 Uhr steht man den französischen Gastgeberinnen gegenüber (kostenfrei bei MagentaSport).