vor 10 Stunden
Philadelphia verpasst spätes Comeback
Lange war es in Spiel 3 ruhig um Jayson Tatum gewesen. Erst im Schlussabschnitt wachte der Forward auf und führte seine Boston Celtics schließlich zur erneuten Serienführung gegen die Philadelphia 76ers.

Auch im dritten Aufeinandertreffen mussten die Sixers auf ihren Starspieler Joel Embiid verzichten. Das in Aussicht gestellte Comeback zerschlug sich, weil "er einfach noch nicht bereit" sei, wie Trainer Nick Nurse vor Spielbeginn erklärte.
Den Rückschlag schüttelte Philly aber augenscheinlich schnell ab. Von Tyrese Maxeys 31 Punkten (12/31) und sechs Assists angeführt, bot der Underdog dem Favoriten über weite Strecken Paroli. Einen unglücklichen Abend erwischte hingegen Co-Star VJ Edgecombe, der nur fünf seiner 17 Abschlüsse verwandelte, den Abend mit je zehn Punkten und Vorlagen aber dennoch mit einem Double-Double abschloss.
Eine Führung nahmen dennoch die Gäste mit in die erste Viertelpause, nachdem Vucevic seinen zweiten Dreier im Eingangsviertel versenkte.
Den Vorsprung gab der Tabellenzweite der Abschlusstabelle auch vorerst nicht mehr her. Während Tatum zunächst unauffällig war, übernahm unter anderem Jaylen Brown (25, 9/16) das Gros der Verantwortung.
Im Schlussviertel sollte es den Celtics allerdings beinahe auf die Füße fallen, mit 17 Ballverlusten ungewöhnlich schlecht auf den Ball aufgepasst zu haben. Angetrieben von 42:26 Paint-Punkten drehte Philadelphia das Spiel. Fünf weitere Zähler von Tospcorer Tyrese Maxey später und plötzlich waren die Hausherren wieder vorn - und die Halle da.
Den Schwung konnten die Sixers allerdings nicht in die Schlussphase transportieren. Nach einer Celtics-Auszeit gelang den Gästen ein 8:0-Lauf. Für die Entscheidung sorgte schließlich Jayson Tatum, der zwölf seiner 26 Punkte im letzten Akt erzielte. Dreier, Assist zum Dreier und noch ein Dreier - und plötzlich führt Boston wieder!
Spiel 4 der Erstrundenserie findet am Sonntag um 13 Uhr deutscher Zeit statt.
Julius Ostendorf