24.01.2026
Center mit bestem Spiel der Saison
Joel Embiid hat das beste Spiel seiner Saison gezeigt, dennoch sind die Philadelphia 76ers den New York Knicks in einem Krimi am Ende unterlegen.

Dabei waren die Sixers in der ersten Halbzeit das klar bessere Team, was vor allem an Embiid lag. Der Big Man legte in der ersten Hälfte 28 Zähler auf und sah so frisch aus wie seit Ewigkeiten nicht mehr. Zur Einordnung: Es war das erste Spiel mit mehreren Dreiern und Dunks für den Kameruner seit dem 18. Dezember 2023!
So ging Philly auch mit einer knappen Führung in die Halbzeit (60:56), ehe die Gäste in der zweiten Hälfte auf einmal das Spiel an sich rissen. Sie starteten einen 15:0-Lauf, wofür vor allem Mitchell Robinson verantwortlich war. Der Center dominierte das offensive Brett und sammelte gefühlt jeden Lauf, was zu unglaublichen 19 Seconds-Chance-Punkten für die Knicks im dritten Viertel allein führte.
Da bei Philly und allen voran Embiid (0 Punkte im dritten Viertel) offensiv auf einmal nichts mehr zusammenging, ging der dritte Spielabschnitt mit 30:13 klar an die Knickerbockers. Zu allem Überfluss tat sich auch noch Embiid Anfang des vierten Viertels bei einem Rebound am Knie weh. Er konnte zwar weiterspielen, seiner ohnehin schon eingeschränkten Dynamik tat der Zusammenprall allerdings nicht gut.

Geschlagen waren die Sixers aber noch nicht. Angeführt von Tyrese Maxey (22x Punkte) schwang das Momentum wieder in Richtung der Gastgeber, die nach einem And-One von Embiid mit 5:24 auf der Uhr wieder auf -6 verkürzten, das Karl-Anthony Towns mit sechs Fouls gleichzeitig auf die Bank schickte.
Anschließend ging es hin und her, New York tat sich jedoch unglaublich schwer, gegen die gute Sixers-Defensive zu scoren. Ein Block von Embiid auf der einen und ein Dunk auf der Gegenseite bescherten den Fans ein Drei-Punkte-Spiel mit zwei Minuten auf der Uhr. Für die Knicks war es dann OG Anunoby, der fünf wichtige Punkte erzielte, ehe Landry Shamet mit 43 Sekunden auf der Uhr aus der Ecke auf +8 stellte.
Gianluca Fraccalvieri
Danach wurde es aber noch mal hektisch. Maxey traf einen Dreier, die Knicks bekamen den Ball aber nicht ordentlich eingeworfen und VJ Edgecombe erzwang den Jumpball gegen Jalen Brunson. Noch bevor der Jumpball ausgeführt werden konnte, foulte Brunson den Rookie und nach zwei erfolgreichen Freiwürfen stand es auf einmal 110:107 NY mit 33,3 Sekunden auf der Uhr.
Und der Wahnsinn nahm seinen Lauf. Vor dem nächsten Einwurf foulte Brunson Edgecombe, nach einem langen Review änderten die Refs aber den Call in Sixers-Foul und die Knicks durften einen technischen Freiwurf werfen. Brunson traf, die Sixers hatten aber sogar noch mal die Chance auf den Ausgleich. Ein wilder Wurf von Maxey verfehlte aber sein Ziel.
Trotz der Niederlage war die Partie für Embiid und alle Sixers-Fans ein Grund zur Hoffnung. Der Ex-MVP stand am Ende bei 38 Zählern (13/21 FG, 3/5 Dreiern), elf Rebounds und fünf Assists. Edgecombe steuerte weitere 14 Punkte bei. Für New York war Brunson mit 31 Punkten der beste Scorer, Anunoby kam auf 23 Punkte. Josh Hart kratzte an einem Triple-Double (10 Punkte, 13 Rebounds, 7 Assists).