08.01.2026
Ausrufezeichen in Bratislava
Die Würzburg Baskets halten ihre Hoffnungen in der Basketball Champions League am Leben. Mit einem klaren 74:56-Erfolg bei Patrioti Levice gleichen die Unterfranken die Play-In-Serie aus und erzwingen ein entscheidendes drittes Spiel in eigener Halle.

Vor ausverkaufter Kulisse in Bratislava entwickelte sich zunächst ein offener Schlagabtausch. Würzburg kam gut in die Partie, traf früh von außen durch Johnathan Stove (10 Punkte) und Davion Mintz (10, 8 Rebounds) und hielt den slowakischen Meister auf Augenhöhe. Bei Levice setzte Rickey McGill (12, 5 Rebounds) erste Akzente, sodass es nach zehn Minuten 18:18 stand.
Auch im zweiten Viertel präsentierten sich die Baskets stabil. Marcus Carr (20, 6 Assists), der nach seiner Verletzung wieder einsatzfähig war, übernahm zunehmend Verantwortung und steuerte neun Punkte sowie vier Assists in diesem Abschnitt bei. Unterstützt von Alen Pjanic (16, 6/8 FG), der ebenfalls früh traf, setzte sich Würzburg zwischenzeitlich leicht ab. Dank verbesserter Defensive in den Schlussminuten ging es mit einer 37:33-Führung in die Halbzeitpause.
Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste einen starken Start hin. Carr eröffnete die zweite Hälfte mit zwei Dreiern, Pjanic legte nach und ein 9:1-Start brachte Würzburg früh zweistellig in Führung. Der Lauf wuchs auf 13:0, Levice wirkte offensiv ungeordnet und fand kaum Antworten auf den Würzburger Druck.
Zwar verkürzten die Gastgeber zwischenzeitlich, doch Würzburg stellte schnell wieder klare Verhältnisse her. Brae Ivey sorgte für neue Impulse, ehe ein Dreier von Mintz sowie konstante Arbeit am Brett die Führung auf 60:47 nach drei Vierteln anwachsen ließen.
Im letzten Viertel ließ Würzburg nichts mehr anbrennen. Charles Thompson (8, 16 Rebounds) dominierte weiter unter den Körben und sammelte Rebound um Rebound, während die Offensive geduldig blieb. Ein weiterer Dreier von Mintz zum 70:54 rund dreieinhalb Minuten vor dem Ende nahm der Partie endgültig die Spannung. Am Ende stand ein 74:56-Auswärtssieg, mit dem die Baskets die Serie ausgleichen und ein entscheidendes drittes Spiel vor heimischem Publikum am kommenden Mittwoch erzwingen.
Lukas Hetterich