vor 55 Minuten
Athen auch ohne Bonga tadellos
Partizan gegen Panathinaikos - ein Duell zweier europäischer Schwergewichte, das an diesem Tag allerdings im Zeichen von nur einer Person stand: Trainerikone Zeljko Obradovic, der mit seinem griechischen Klub an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrte. Sportlich wurde sein Star-Ensemble der Favoritenrolle früh gerecht.

Zwar hatte Partizan Belgrad zunächst den besseren Start in die Partie erwischt und war dank vier schneller Carlik-Jones-Punkte zu Beginn in Führung gegangen. Mathias Lessort (4 PTS, 9 REB, 4 AST, 3 STL) sorgte aber bereits zum Viertelende für den Ausgleich (18:18).
Nach der Viertelpause zogen die Gäste, die aufgrund von Handgelenk-Problemen auf Nationalspieler Isaac Bonga verzichten mussten, ihren Stiefel unaufhörlich durch. Belgrad verteidigte, von den lautstarken Heimfans angepeitscht, aggressiv, war dem Talentlevel des Gegners aber dennoch nicht immer gewachsen. Dafür exemplarisch stand insbesondere Nigel Hayes-Davis (14 PTS, 2 REB). Der frühere NBA-Spieler erzielte zehn Punkte seiner 14 Punkte allein im zweiten Viertel und distanzierte die Hausherren dank zweier aufeinanderfolgender Dreier in den Minuten vor dem Kabinengang auf +8 (27:35).
Dreier von Yabusele, Rogkavopoulos und Grant direkt nach dem Seitenwechsel schraubten den Vorsprung dann deutlich zweistellig hoch. Das lag auch daran, dass Belgrad die ersten viereinhalb Minuten der zweiten Hälfte komplett punktlos blieb. Kevarrius Hayes (10 PTS, 3 REB) erlöste seine Serben erst zur Viertelmitte - da war der Gegner aber bereits auf +18 enteilt. Ohnehin kam Partizan im dritten Durchgang nicht über acht Punkte hinaus, womit die Entscheidung früh herbeigeführt war.
Im Schlussviertel konnten die Schwarz-Weißen nochmal etwas Ergebniskosmetik betreiben, schafften es allerdings nie, zurück in Schlagdistanz zu kommen. Panathinaikos spielte seine ganze Erfahrung aus und kam stets in den richtigen Momenten zu Punkten. Dass ein Comeback ausblieb, lag wohl auch an der katastrophalen Dreierquote Belgrads: Das Team von Trainer Joan Penarroya verwandelte nur vier seiner 26 Versuche.
Partizan kassiert damit die zweite EuroLeague-Niederlage, bleibt mit einer Bilanz von 3-2 aber dennoch dem oberen Tabellendrittel erhalten. Panathinaikos bleibt hingegen mit 5-0-Siegen in dieser Spielzeit das Maß aller Dinge in der Königsklasse.
jos
