24.01.2026
Mega-Comeback gegen Spitzenreiter
Ein Abend für die Geschichtsbücher: Partizan Belgrad hat in der EuroLeague einen 27-Punkte-Rückstand aufgeholt und Hapoel Tel Aviv nach Verlängerung mit 104:101 besiegt.

Was zunächst nach einer klaren Angelegenheit für Hapoel Tel Aviv aussah, entwickelte sich zu einem der spektakulärsten Spiele der EuroLeague-Geschichte. Partizan lag zwischenzeitlich mit 27 Punkten zurück, kämpfte sich jedoch Punkt für Punkt zurück in die Partie. In der regulären Spielzeit glichen die Gastgeber zum 88:88 aus und erzwangen die Verlängerung.
Mit dem Comeback stellte Partizan einen historischen Wert ein: Seit Einführung detaillierter Play-by-Play-Daten im Jahr 2007 gab es nur ein größeres Comeback in der EuroLeague. Die Aufholjagd reiht sich damit in eine exklusive Liste ein, zu der auch Zalgiris Kaunas zählt, das in der Vorsaison ebenfalls einen 27-Punkte-Rückstand drehte.
Auch in der Verlängerung blieb die Partie hochdramatisch. Partizan musste sogar ohne seinen Head Coach auskommen, nachdem Joan Penarroya nach seinem zweiten technischen Foul des Feldes verwiesen wurde. Auslöser war eine Szene, in der Nick Calathes bei einem Schnellangriff Daniel Oturu festhielt und ein unsportliches Foul gepfiffen wurde.
Partizan behielt aber die Kontrolle. Die Gastgeber verteidigten konsequent, trafen in den entscheidenden Momenten und brachten den historischen Sieg über die Zeit. Überschattet wurde der Erfolg allerdings von der Verletzung von Vanja Marinkovic, der im Schlussviertel unglücklich unter dem Korb wegrutschte und gestützt in die Kabine gebracht werden musste. Am Ende blieb ein 104:101-Erfolg nach Overtime. Topscorer der Serben war Cam Payne mit 19 Punkten, Isaac Bonga steuerte 10 bei.
kon