06.11.2025
Erster Auswärtssieg der Saison
Die Basketballer des FC Bayern haben ihr drittes EuroLeague-Spiel in Serie gewonnen. In Paris traten die Münchner lange souverän auf, gerieten nach der Pause ins Wanken - und siegten am Ende doch dank eines überragenden Xavier Rathan-Mayes.

Mit zwei Siegen aus der vergangenen Doppelwoche im Rücken erwischten die Bayern auch in Paris den besseren Start. Ein Logo-Dreier von Obst brachte die Roten ins Rollen, wobei vieles über die Klasse Einzelner gehen musste.
Bei den Hausherren aus Paris, die in dieser Saison als eines der schnellsten Teams der Liga gelten, wirkten die offensiven Bemühungen zunächst etwas chaotisch. Das lag auch daran, dass bei EuroLeague-Topscorer Nadir Hifi (21 PTS) zunächst nicht viel ging. Weil Paris' Justin Robinson (22 PTS) mit der Sirene einen Mitteldistanzwurf traf, ging das erste Viertel dann aber "nur" mit +3 an die Münchner.
Aus Pariser Sicht sollten es allerdings erstmal die letzten Punkte für dreieinhalb Minuten bleiben. Wenyen Gabriel erhöhte nach Zuspiel von Dinwiddie, dieser netzte anschließend gleich selbst dreifach. Als Dokossi den Lauf beendete, waren die Münchner plötzlich zweistellig vorn (21:31). Paris lehnte sich jetzt auf. Weil Kamar Baldwin seinen Touch aus der Distanz fand, ging es letztlich mit +11 für die Bayern in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Momentum radikal. Einerseits leistete sich Spencer Dinwiddie gleich drei Ballverluste in zwei Minuten. Andererseits fand nun Paris' Hifi nun immer besser in die Partie. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff stellte Herrera per Dreier auf 56:57. Wenig später sorgte Robinson dann auch für Paris' erste Führung seit Spielbeginn, weil die Bayern jeglichen Flow verloren hatten. Nur elf Punkte waren es letztlich im dritten Durchgang.
Julius Ostendorf
Im Schlussdurchgang behielten die Bayern erstmal die Nerven, wobei damit vornehmlich Xavier Rathan-Mayes (16 PTS) gemeint ist. Der Guard brachte per Dreier nicht nur die ersten Punkte des Viertels auf die Anzeigetafel, in der Crunchtime legte der Kanadier noch drei weitere Male aus der Distanz nach. Letztlich waren diese Treffer aber beinahe ebenso wenig ausreichend, wie ein wilder Dreier von Dinwiddie. Defensiv völlig vernachlässigt, tauchte Robinson Sekunden vor Ende frei an der Dreierlinie auf, verpasste beim Stand von 82:84 allerdings den Siegtreffer.
Die Münchner holen damit ihren fünften Sieg in der laufenden EuroLeague-Saison und den dritten in Folge. Tabellarisch kommt man den Playoff-Plätzen immer näher. Nach der Metropole Paris wartet die nächste Aufgabe der Bayern in der deutschen Provinz in Vechta (Sonntag, 15 Uhr).