02.01.2026
Nunn dreht nach Fehlstart auf
Panathinaikos Athen und Olympiacos Piräus lieferten sich im EuroLeague-Derby ein Spiel mit extremen Momentumwechseln. Nach einem furiosen Start der Gäste kämpfte sich Panathinaikos zurück - doch in der Schlussphase behielt Olympiakos die Nerven.

Olympiacos erwischte einen Traumstart und setzte Panathinaikos früh massiv unter Druck. Nach nicht einmal drei Minuten stand es 12:2, wenig später sorgte ein tiefer Dreier von Sasha Vezenkov für das 22:5. Die Gäste trafen zu Beginn nahezu alles (9/10 aus dem Feld, 4/4 Dreier), Tyler Dorsey erzielte allein in den ersten fünf Minuten acht Punkte. Panathinaikos wirkte zunächst überfordert, fing sich aber im zweiten Viertel, als Kostas Sloukas die Offensive ordnete und dem Spiel Struktur gab.
Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Momentum. Kendrick Nunn, im ersten Viertel noch punktlos, explodierte im zweiten Abschnitt förmlich: Zwei Dreier in Serie brachten Panathinaikos heran, insgesamt erzielte Nunn 14 Punkte im Viertel. Mit einem schwierigen Pull-up-Jumper und anschließendem Steal samt Assist stellte er kurz vor der Pause auf 43:43 - Halbzeitstand. Während Dorsey nach starkem Start im zweiten Viertel ohne Punkte blieb, hatte Panathinaikos das Spiel komplett gedreht.

Nach der Pause blieb das Derby hochintensiv. Nunn baute sein Konto auf 23 Punkte nach drei Vierteln aus, doch Olympiakos konterte im Schlussabschnitt erneut und zog auf 70:63 davon. Sloukas antwortete mit einem And-one-Layup, ehe die Crunchtime begann. Beim Stand von 84:79 wurde Nunn beim Dreier gefoult und verwandelte alle drei Freiwürfe, doch Dorsey traf im Gegenzug einen wichtigen Zweier. Zwei späte Ballverluste von Olympiakos hielten Panathinaikos im Spiel, doch der offene Dreier von Cedi Osman fiel nicht. So setzte sich Olympiakos schließlich mit 87:82 durch. Nunn war mit 32 Punkten und sechs Assists bester Scorer der Partie, Vezenkov überzeugte mit 24 Punkten und neun Rebounds, Dorsey steuerte 21 Zähler zum Derbysieg bei.
sgm