11.11.2025
Wahnsinn in der Schlussphase
Die Orlando Magic haben die Portland Trail Blazers dank eines wahren Wunderwurfs mit dem Buzzer besiegt. Matchwinner war dabei Neuzugang Desmond Bane.

Was für eine Schlussphase in Orlando! Wenige Minuten vor dem Ende sah es so aus, als würden die Magic die Partie locker über die Zeit bringen, ehe Portland aus dem Nichts einen 11:0-Lauf startete, der sie mit 46 Sekunden auf der Uhr auf -2 ranbrachte. Anschließend wurde es sehr hektisch.
Orlando vergab im Gegenzug erneut und Shaedon Sharpe zog zum Korb, wurde von Franz Wagner gefoult und bekam obendrauf sogar noch den Korb wegen Goaltendings anerkannt. Die Schiedsrichter schauten sich den Call jedoch noch mal an und nahmen ihn zurück, von den folgenden zwei Freiwürfen vergab Sharpe jedoch einen. Auf der anderen Seite foulte Portland Paolo Banchero, der beide Freiwürfe vergab und den Blazers mit elf Sekunden auf der Uhr die Chance auf den Sieg gab.
Portland fand Jerami Grant mit einem schnellen Anspiel, der den Ball mit Foul durchs Netz stopfte. Anschließend kam der Ball in Bancheros Hände, der direkt zum Korb zog und ebenfalls mit Foul abschloss. Den Freiwurf ließ er aber erneut liegen, sodass es 112:112 stand mit 4,5 Sekunden auf der Uhr und Ballbesitz für Portland.
Diese bekamen den Ball aber nicht ordentlich eingeworfen, sodass Banchero ihn stahl und sofort mit 1,9 Sekunden auf der Uhr ein Timeout nahm. Dann schlug die Stunde von Bane: Wendell Carter Jr. setzte einen schönen Screen an der Birne, um den Shooter freizuspielen, der den Ball einige Meter hinter der Dreierlinie in die Hand bekam und sofort aus der Drehung abdrückte - nothing but net.
Dass die Magic das Spiel mit einem erfolgreichen Dreier gewannen, grenzte dabei schon fast an ein Wunder. Insgesamt trafen sie als Team über das gesamte Spiel nur achtmal von Downtown, für Bane war es der erste erfolgreiche Treffer des Spiels (bei sechs Versuchen). Mit 22 Punkten war Bane am Ende der zweitbeste Schütze der Magic hinter Banchero (28, 9 Rebounds).

gfr
Franz Wagner zeigte ein gutes Allround-Spiel und beendete den Abend mit 19 Punkten (5/10 FG), neun Rebounds, sechs Assists, einem Steal und zwei Blocks. Tristan da Silva kam in 17 Minuten von der Bank auf magere zwei Punkte (1/6 FG) und sammelte drei Assists.
Bei den Blazers war Sharpe mit 31 Punkten erfolgreichster Scorer, gefolgt von Deni Avdija (27), der dazu noch fünf Rebounds einsammelte und fünf Assists spielte.
Für Orlando bedeutete der Sieg Aufatmen nach einer ärgerlichen Pleite zuletzt gegen die Celtics. Als Nächstes geht es für die Magic im Madison Square Garden gegen die Knicks, während Portland nach New Orleans reist.