23.04.2025
Real-Trainer Mateo fliegt
Olympiakos Piräus hat in Spiel 1 der EuroLeague-Play-offs gegen Real Madrid eine starke Duftmarke gesetzt. Mit einem 84:72-Heimsieg untermauerte der Hauptrundensieger seine Titelambitionen. Angeführt von einem treffsicheren Sasha Vezenkov und einer intensiven Teamleistung.

Olympiakos ließ von Beginn an keinen Zweifel daran, wer das Spiel kontrolliert. Ein früher 15:4-Lauf brachte die Griechen auf Kurs, nach dem ersten Viertel stand es bereits 27:14. Real wirkte fahrig, leistete sich viele Ballverluste, und spätestens zur Halbzeit (47:29) war klar: Die Hausherren sind hellwach, und die Königlichen in großen Schwierigkeiten.
Sasha Vezenkov überragte mit 23 Punkten und führte sein Team souverän an. Unterstützung bekam er von Evan Fournier (13 Punkte) und Nikola Milutinov (11). Auf der Gegenseite fanden Mario Hezonja, Sergio Llull (beide 13 Punkte) und Dzanan Musa (11) kaum Wege durch die aggressiv verteidigende Olympiakos-Formation. Madrid beendete die Partie mit nur 7 von 24 Dreiern und verherenden 19 Ballverlusten.

Ein kurioser Moment passierte nach der Pause: Reals Headcoach Chus Mateo wurde bereits nach 46 Sekunden im dritten Viertel disqualifiziert. Zwar kämpfte sich Madrid zwischenzeitlich auf 62:51 heran, doch Olympiakos blieb ruhig. Fournier, Alec Peters und Thomas Walkup (zurück nach Verletzung) sorgten mit wichtigen Treffern dafür, dass die Spanier nie wirklich näherkamen.
Real versuchte es immer wieder - Llull und Musa verkürzten mehrmals auf 11 Punkte - doch jedes Mal konterte Olympiakos eiskalt. Ein Dreier von Walkup, dann erneut Fournier aus der Distanz: 78:64, weniger als drei Minuten vor Schluss - und der Deckel war drauf.
kon
Spiel 2 der Serie steigt am Freitag ebenfalls in Piräus und Real Madrid muss sich einiges einfallen lassen. Olympiakos hat angedeutet, dass man nicht nur Favorit ist, sondern auch bereit, das Ziel Final Four mit aller Konsequenz anzugehen.