vor 1 Stunden
Phoenix trifft 14 Dreier
Phoenix Hagen hat im fünften Anlauf den ersten Saisonsieg eingefahren. Der Aufsteiger gewann bei den EWE Baskets Oldenburg mit 87:78 und lag dabei über die gesamte Spielzeit kein einziges Mal zurück.

Von Verunsicherung nach vier Niederlagen zum Saisonstart war bei den Gästen vor 6500 Zuschauern nichts zu sehen. Bjarne Kraushaar (8 PTS, 4 AST) eröffnete die Partie per Dreier, Trenton Gibson (22 PTS, 4/7 Dreier) legte zwei weitere nach. Oldenburg blieb zunächst dran und verkürzte durch Stefan Momirov (16 PTS, 4 AST) Mitte des Viertels auf 13:15, ehe der von der Bank kommende Adam Kunkel sieben Hagener Punkte in Serie erzielte. Mit fünf verwandelten Distanzwürfen im ersten Durchgang setzten sich die Feuervögel erstmals ab (20:29).
Zu Beginn des zweiten Abschnitts baute Cameron Krutwig (14 PTS, 6/7 FG) den Vorsprung mit vier schnellen Punkten weiter aus. Nach einem viertelübergreifenden 9:0-Lauf stand es 20:35. Die Hausherren antworteten: Demajeo Wiggins (12 PTS, 7 REB) per And-One und Dunk sowie Nicholas Tischler (14 PTS, 9 REB, 4/7 Dreier) mit zwei Dreiern brachten die Baskets auf sechs Zähler heran (33:39). Hagens Reaktion kam erneut von jenseits der Dreierlinie. Patricio Garino Gullotta (12 PTS, 7 REB), Marcus Graves und zweimal Tyler Polley (11 PTS, 3/3 Dreier) trafen in den letzten gut drei Minuten vor der Pause. Mit neun Dreiern bei nur 16 Versuchen und einer 14-Punkte-Führung ging der Aufsteiger in die Kabine (39:53).
Nach dem Seitenwechsel zog Oldenburgs Defense spürbar an. Hagen traf im dritten Viertel nur einen von sieben Dreierversuchen und kam lediglich zu drei Feldkörben. Die Baskets arbeiteten sich Stück für Stück heran: Momirov erzielte sieben Punkte im Durchgang, (19 PTS, 7/13 FG) verkürzte gut zwei Minuten vor Viertelende von der Linie auf 57:62. Dass die Führung nicht kippte, lag auch an Hagens Sicherheit bei den Freiwürfen (17/21, Oldenburg: 12/18). Gibson von der Linie und Krutwig per Korbleger stellten bis zur Sirene wieder auf neun Punkte (57:66).
jos
Im Schlussabschnitt schien die Partie früh entschieden. Gibson eröffnete per And-One, Garino traf zweimal von außen, und als Gibson knapp sieben Minuten vor dem Ende ebenfalls per Dreier nachlegte, war die höchste Führung des Abends erreicht (63:80). Oldenburg gab sich aber nicht auf. Angeführt von Roach, der 13 seiner 19 Punkte im letzten Viertel erzielte, starteten die Hausherren einen 15:2-Lauf, den Momirov 1:47 Minuten vor Schluss per Dreier zum 78:82 abschloss.
Die Wende blieb allerdings aus: Wiggins hatte kurz zuvor zwei Freiwürfe liegen gelassen, anschließend vergaben erst Roach und dann der Center jeweils am Korb. 36 Sekunden vor dem Ende versenkte Gibson seinen vierten Dreier zum 78:85 - die Entscheidung. Den Unterschied machte letztlich der Dreier: Hagen verwandelte 14 seiner 30 Dreier (47 Prozent), Oldenburg nur acht von 23 (35 Prozent). Die klaren Vorteile am offensiven Brett (11:4 Offensiv-Rebounds) konnten die Baskets nicht in Zählbares ummünzen, zumal von der Bank lediglich 13 Punkte kamen - bei Hagen waren es 29.
Hagen (1:4) zieht durch den ersten Saisonsieg nach Punkten mit Chemnitz gleich, bleibt als Tabellen-17. aber vorerst im Keller. Oldenburg (3:2) kassierte nach dem 60:113 in München die zweite Niederlage in Folge und die erste in eigener Halle, rangiert jedoch weiter auf Platz vier. Für beide Teams geht es im Pokal-Achtelfinale weiter: Oldenburg empfängt am Freitag (20 Uhr) Bonn, Hagen gastiert am Samstag (20 Uhr) in Ulm.
