vor 12 Stunden
Wemby und Co. stürzen den Titelverteidiger
Die San Antonio Spurs haben in den NBA Playoffs Titelverteidiger Oklahoma City Thunder gestürzt und sind erstmals seit 2014 ins Finale eingezogen. Die Mannschaft um Superstar Victor Wembanyama gewann das entscheidende siebte Spiel der Halbfinalserie in Oklahoma City mit 111:103 und kämpft nun ab Mittwoch gegen die New York Knicks um ihre erste Meisterschaft seit zwölf Jahren.

Dabei führten die Spurs das Spiel nahezu über die gesamte Spielzeit an. Nur zweimal kurz lagen die Hausherren, die gleichzeitig Titelverteidiger waren, vorn. Das war unter anderem kurz vor der Halbzeitpause der Fall, als der starke Shai Gilgeous-Alexander seine Mannschaft erst wieder auf Augenhöhe gebracht und Jaylin Williams anschließend die Führung besorgt hatte.
Nach dem Seitenwechsel trennte sich dann die Spreu vom Weizen. Während SGA auf die Hilfe von Co-Star Jalen Williams verletzungsbedingt verzichten musste, war das Scoring der Gäste einfach zu konstant und vielseitig. Per 16:3-Lauf Mitte des Durchgangs übernahmen die Texaner die klare Führung und zogen dank Wembanyama-Mitteldistanzwurf sogar zweistellig von dannen (76:65).
Geschlagen gab sich der Meister da allerdings noch nicht. Sieben erfolgreiche OKC-Freiwürfe in Folge (fünf für SGA) brachten die Gastgeber wieder in Schlagdistanz. Mit +3 (77:80) für die Gäste ging es in die finale Viertelpause.
Im letzten Abschnitt riss dann Victor Wembanyama (22 PTS, 7 REB), der bis dato nur wenig in Erscheinung getreten war, das Spiel an sich. Freiwürfe, Assist, Dreier und die Spurs waren wieder zweistellig enteilt (95:86). Ein Hartenstein-And-One gab Oklahoma City zwar nochmal Hoffnung, sein vergebener Dunk (Block von Kornet) fühlte sich dann aber wie eine Vorentscheidung an, weil Castle und Champagnie (20 PTS, 6 REB) den Vorsprung daraufhin wieder in ursprüngliche Sphären hochschraubten.
San Antonio traf über das Spiel überragende 17/40 Dreier (42,5%) und gewann auch das Reboundduell dank 15 offensiver Bretter.

"Auch wenn wir noch hungrig auf einen weiteren sind, dieses Gefühl kann ich nicht erklären - es ist so stark", sagte Wembanyama im Anschluss: "Wir wollen noch vier weitere Siege. Wir sind noch nicht fertig."
Nun warten die Knicks. Die extrem formstarke Mannschaft steht erstmals seit 1999 im Finale, den Titel gewannen die Knicks zuletzt 1973. Die Franchise aus New York feierte in den Playoffs zuletzt elf Siege in Serie, sowohl gegen die Philadelphia 76ers als auch gegen die Cleveland Cavaliers um Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder war den Knicks ein "Sweep" gelungen.
Für Oklahoma endete dagegen trotz starker 35 Punkten von MVP Shai Gilgeous-Alexander der Traum von der Titelverteidigung. Der deutsche Center Isaiah Hartenstein erzielte für den entthronten Meister sieben Zähler.
SID, jos