19.05.2025
Denver überzeugt nur im 1. Viertel
Die Oklahoma City Thunder haben sich im entscheidenden siebten Spiel gegen die Denver Nuggets klar durchgesetzt. Zwischenzeitlich war der Hauptrundensieger mit 40 Punkten vorn. Als nächstes treffen SGA und Co. auf die Timberwolves.

Es war das Duell der Gegensätze: Während die Denver Nuggets bereits zum siebten Mal seit 2019 ein Spiel 7 bestreiten sollten, würde es für das junge OKC-Team das erste in ihrer Ära sein.
Und auch tatsächlich wirkten die Gäste aus Denver in den Anfangsminuten konzentrierter. Jokic orchestrierte eine wie am Fließband funktionierende Offensive. Der auffällige Christian Braun (19 Punkte) stellte Oklahoma mit klugen Cuts immer wieder vor Probleme. Diese wiederum schienen von dem Moment zunächst überwältigt und ließen zahlreiche (einfache) Abschlüsse liegen. Knapp zwei Minuten vor Ende des ersten Durchgangs erhöhte Westbrook aus der Ecke auf +10 (14:24).
Doch die Reaktion der Thunder ließ nicht lang auf sich warten - und sie hörte auf den Namen Alex Caruso. Von der Bank kommend, setzte der Defensivspezialist den Ton. Erst erzwang er einen Ballverlust gegen Braun, dann traf er einen Dreier auf der Gegenseite - und reaktivierte damit das Publikum. Die Schlussphase bis zum Kabinengang entwickelte sich zur Höllenfahrt für Denver. OKC spielte jetzt - angepeitscht von den frenetischen Fans - mit ungeheurer Energie, erzwang einen Ballverlust nach dem anderen. Die drei finalen Minuten des zweiten Viertels gewannen die Hausherren mit 18:5 und zogen dadurch auf 60:46 davon.
Nach dem Seitenwechsel versuchten sich die Nuggets weiter nach Kräften gegen das Momentum OKCs zu wehren. Erneut gelang es Oklahoma allerdings gut, Starspieler Jokic (nur neun Abschlüsse) vom Korb fernzuhalten. Zur Enttäuschung des Serben verschafften ihm seine Mitspieler nur wenig Entlastung. Jamal Murray erwischte einen unglücklichen Abend (13, 6/16), Michael Porter Jr. war wie schon in der gesamten Serie kein Faktor (6 Punkte). Und der sonst starke Aaron Gordon litt sichtlich unter seiner Oberschenkel-Verletzung, die ihn eigentlich zu einer wochenlangen Auszeit zwingen müsste (8 Punkte).
Ende des dritten Viertels ging Denver dann schlussendlich die Puste aus. Jeder Versuch den hohen zweistelligen Rückstand zu egalisieren, wurde von einem dynamischen OKC-Team - allen voran Shai Gilgeous-Alexander (35, 12/19) - im Keim erstickt. Im Schlussakt rannte Oklahoma sogar zwischenzeitlich auf 43 Punkte Vorsprung davon.
In der dritten Runde der NBA-Playoffs trifft Oklahoma nun auf Anthony Edwards un die Minnesota Timberwolves. Das erste Spiel findet in der Nacht auf Mittwoch (2.30 Uhr deutscher Zeit) statt.
jos