vor 3 Stunden
Warnung an die WM-Favoriten
Frankreich hat bei der Basketball-WM der Frauen im letzten Gruppenspiel ein Zeichen gesetzt. Beim Kantersieg gegen Nigeria stellte der Titelkandidat gleich mehrere Turnierrekorde auf.

Beim 111:56 am Montag verwandelte Frankreich insgesamt 22 Dreier und damit so viele wie noch keine Mannschaft zuvor in einem Spiel bei einer Frauen-WM. Den bisherigen Bestwert hatte Japan erst zum Turnierauftakt mit 20 Treffern gegen Mali aufgestellt.
Schon in der ersten Hälfte war die französische Offensive kaum zu stoppen. Der Europameister erzielte bis zur Pause 65 Punkte und versenkte 14 Dreier. Es war die höchste französische Punktausbeute in einer ersten WM-Hälfte und der zweithöchste Wert eines Teams in diesem Jahrhundert.
Dabei hatte Frankreich seinen eigenen Dreierrekord erst wenige Tage zuvor aufgestellt. Beim Auftaktsieg gegen Ungarn traf die Mannschaft von Bundestrainer Jean-Aime Toupane 15-mal aus der Distanz. Gegen Nigeria steigerte man diese Marke noch einmal deutlich. "Wir teilen den Ball, spielen eine gute Defense und können dadurch schnell nach vorne kommen. Wir sind ziemlich gut, wenn wir Tempo machen", erklärte Marine Johannes nach der Partie. Zusammen mit Gabby Williams traf sie in der ersten Hälfte acht ihrer elf Dreier.
Williams schrieb außerdem persönlich Geschichte. Mit sechs verwandelten Dreiern wurde sie zur ersten französischen Spielerin, die bei einer Weltmeisterschaft diese Marke erreichte. "Dieses Team ist auf einem ganz anderen Level", sagte Williams. Die veränderte Kultur innerhalb der Mannschaft sei dabei entscheidend. Unabhängig vom Spielstand und vom jeweiligen Gegner verlange der Trainer durchgehend maximale Intensität.
Frankreich beendete die Gruppenphase damit ungeschlagen und zog direkt ins Viertelfinale ein. Nach der starken Defensive in den ersten Begegnungen demonstrierte der Europameister auch seine enorme offensive Qualität.
kon
