vor 7 Stunden
Hukporti mit guten Minuten
Die New York Knicks haben die Philadelphia 76ers in Spiel 1 der Conference Finals mit einer historischen Offensivleistung dominiert. Vor allem Jalen Brunson machte mal wieder, was er wollte.

Seit der Niederlage gegen die Atlanta Hawks in Spiel 3 sind die New York Knicks einfach nicht mehr zu stoppen. Sie haben die vier Spiele seither mit einer unglaublichen Differenz von 135 Punkten gewonnen, alleine über die vergangenen drei Spiele sind es +119 Zähler. Das gab es so noch nie zuvor in der Postseason, genauso wenig wie drei Siege in Folge mit mindestens 25 Zählern Abstand.
Den Grundstein dafür legten sie mit einer überragenden ersten Halbzeit. Wie schon in der Serie 2024 (35,5 Punkte im Schnitt) fanden die Philadelphia 76ers kein Mittel gegen den Jalen Brunson. Der Point Guard der Knicks erarbeitete sich Würfe nach Belieben und stand nach den ersten 24 Minuten bei 27 Punkten (10/14 FG).
Aber auch der Rest war top aufgelegt. Als Team trafen sie in Halbzeit eins 65,9 Prozent aus dem Feld und 58,3 Prozent von draußen. Während Josh Hart überall zu finden war (6 Punkte, 6 Rebounds, 5 Assists, 3 Steals), nahmen auch OG Anunoby (13 Punkte (5/6 FG) und Karl-Anthony Towns (10 Punkte, 4/7 FG) ihre überragende Form aus der ersten Runde mit in die Semifinals. Da bei Philly außer Paul George (3/4 Dreier, 11 Punkte), niemand hochprozentig traf (40 FG%), fühte New York zur Pause bereits mit +22. Brunson besorgte dabei die letzten elf Punkte im Alleingang.

Nach der Pause ging es ganz ähnlich weiter. Die Sixers fanden kein Mittel, die Offensive der Gastgeber einzubremsen, die ihren Vorsprung Stück für Stück ausbaute. Mitte des dritten Viertels traf Towns einen Dreier, der auf 90:60 stellte und die Vorentscheidung darstellte. Danach durften sich vor allem die Reservisten austoben, darunter auch der Deutsche Ariel Hukporti, der richtig gute 17 Minuten hinlegte. Der 24-Jährige kam auf fünf Zähler (2/2 FG), schnappte sich die meisten Rebounds des gesamten Teams (9) und blockte zwei Würfe.
Gianluca Fraccalvieri
Topscorer war am Ende aber natürlich Brunson (35), dessen 30 Minuten Spielzeit der einzige Grund sind, dass er den Knicks nicht zum dritten Mal in Serie 40+ in den Playoffs eingeschenkt hat. Anunoby steuerte weitere 18 Zähler bei, Towns und Mikal Bridges je 17.
Bei den Gästen war George mit 17 Punkten der beste Werfer, sonst kam niemand über 14 Zähler. Joel Embiid erwischte keinen guten Tag und traf nur drei seiner elf Versuche (14 Punkte), Tyrese Maxey traf ebenfalls nur drei seiner neun Versuche (13). New York dominierte den gesamten Abend über die Zone (58 zu 32 Punkte) und ließ Philly im Fastbreak verzweifeln (16 zu 3 Punkte).
Spiel 2 steigt bereits in der Nacht auf Donnerstag (1 Uhr deutscher Zeit) im Madison Square Garden.
