vor 1 Stunden
44:11-Lauf in den letzte 13 Minuten
Die Cleveland Cavaliers haben in Spiel 1 der Conference Finals einen 22-Punkte-Vorsprung im vierten Viertel verspielt. Die New York Knicks stürmen dank Jalen Brunson zurück ins Spiel und setzten sich mit 115:104 nach Verlängerung durch.

Knapp acht Minuten vor dem Ende führten die Cavs dank einer starken zweiten Halbzeit mit 22 Punkten, doch mit einem 18:1-Lauf machten es die Knicks innerhalb von fünf Minuten wieder spannend. Jalen Brunson erzielte dabei 13 Zähler und suchte immer wieder das Matchup mit James Harden. Nach einer Auszeit der Cavs beruhigte aber Evan Mobley etwas die Nerven.
Zumindest kurzzeitig, denn zwei Dreier von Mikal Bridges und ein weiterer Distanzwurf von Landry Shamet glichen die Partie in der Schlussminute aus. James Harden traf aus der Mitteldistanz, Brunson konterte und ein letzter Versuch von Sam Merrill rollte wieder aus dem Korb heraus. Mit einem 30:8-Lauf hatten die Knicks tatsächlich die Verlängerung erzwungen.
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Und dort ging es genau so weiter. New York erzielte die ersten neun Punkte, immer wieder zerlegte dabei Brunson die Verteidigung der Cavs. Die Gäste wirkten platt und fanden dementsprechend nicht mehr zurück ins Spiel.
Brunson überragte dabei mit 38 Punkten (15/29 FG) und sechs Assists, auch die anderen Starter der Knicks punkteten zweistellig. Für die Cavs war Donovan Mitchell (29, 12/23) der beste Scorer, ging aber in den letzten 13 Minuten mit dem Team unter. Harden beendete die Partie mit 15 Zählern (5/16) und drei Assists, während Dennis Schröder (3, 1/9) in seinen 19 Minuten kaum etwas traf, dafür aber fünf Assists spielte.

In Halbzeit eins hatten sich die Knicks eine zweistellige Führung erspielt, obwohl die Dreier einfach nicht fallen wollten (2/19). Die Cavs blieben aber dank Mitchell im Spiel, doch beim 10:0-Lauf Mitte des zweiten Viertels war es vor allem Harden, der die Zügel fest in der Hand hielt. Ein Dreier von Mitchell brachte den Cavs dann die knappe Führung zur Pause (48:46).
Das dritte Viertel gehörte dann Cleveland, die über zahlreiche Offensiv-Rebounds in der Zone immer wieder scoren konnten. Schröder hatte hier eine gute Phase, in der er immer wieder den freien Mann fand und langsam wurde es still im Garden. Auch im vierten Viertel wuchs der Vorsprung weiter an, die Partie schien zugunsten der Cavs entschieden, bevor Brunson das Zepter komplett an sich riss.
Die letzten 13 Minuten gingen mit 44:11 an die Knicks, die so doch noch das erste Spiel für sich entscheiden konnten. Spiel 2 der Serie findet in der Nacht auf Freitag um 2 Uhr deutscher Zeit erneut in New York statt.