07.01.2026
FCBB gewinnt zweites EL-Spiel in Folge
Der EuroLeague-Aufwärtstrend der Bayern-Basketballer geht weiter. Gegen verletzungsgeplagte Gäste aus Baskonia taten sich die Münchner zwar lange schwer, konnten in der Schlussphase allerdings auf einen überragenden Andi Obst vertrauen.

Neuzugang Dimitrijevic, der für den abgewanderten Dinwiddie aus Russland verpflichtet wurde, saß zunächst noch auf der Bank und musste von da aus zusehen, wie sich seine neuen Teamkameraden zunächst sehr schwer taten. Über fünf Minuten blieb der FCBB ohne erfolgreichen Feldwurf, ehe Andi Obst mit zwei Dreiern nacheinander diese Durststrecke beendete. Innerhalb der Zone agierten die Münchner - allen voran Center David McCormack - sehr physisch und drängten den Gegner zum Werfen. Der Plan ging auf: Im ersten Viertel setzte Baskonia zahlreiche Abschlüsse auf den Ring. Ausgerechnet der letzte kurz vor Ende des Durchgangs fand seinen Weg durch die Reuse (24:19).
Und dieser ließ die Gäste aufwachen. Angetrieben von weiteren Kurucs-Dreiern gelang den Gästen ein 18:6-Lauf und der Rückgewinn der Führung. Kurz vor der Pause erhöhte Kobi Simmons sogar erstmals auf einen zweistelligen Vorsprung (35:46). Das letzte Wort der ersten Hälfte hatte allerdings der geniale Andi Obst, per wildem Dreier mit der Sirene.

Nach dem Seitenwechsel machte der Scharfschütze der deutschen Nationalmannschaft einfach genau da weiter und hauchte den Bayern neues Leben ein. Drei Minuten vor Ende des dritten Durchgangs verkürzte er mit seinen Punkten 21 und 22 gar auf -2. Kaum wechselte Coach Pesic den 27-Jährigen aus, brachen die Offensivbemühungen der Münchner wieder zusammen. Ein 11:4-Lauf distanzierte die Münchner auf 60:69, wobei es Neuzugang Dimitrijevic (8 PTS, 4 AST) war, der mit vier clever gezogenen Freiwürfen den Schaden zu begrenzen wusste.
Julius Ostendorf
Die Chancen eines Münchner Comebacks sahen zu diesem Zeitpunkt bereits minimal aus. Verstärkt wurde dieser Eindruck infolge eines Nowell-Dreiers, der den Baskonia-Vorsprung auf +12 hochschraubte. Was folgte, war allerdings eine überragende mentale Leistung der Bayern, die sich - erneut von Obst angeführt - gegen die drohende Niederlage aufbäumten. Zwei Distanzwürfe des Shooting Guards brachten sein Team wieder in Schlagdistanz und reaktivierten die Halle.
Von den Zuschauern angetrieben, fing jetzt auch Justinian Jessup Feuer (17 PTS, 6/9, 5 REB, 4 AST). Am Ende war es aber doch wieder Andi Obst, der für die Entscheidung sorgte. Eine Minute vor Schluss stellte er - wie könnte es anders sein - per Dreier auf +9 - der Dagger! Seine Statline am Ende des Abends: 37 Punkte (7/11 Dreier), davon 15 Zähler allein im Schlussviertel.