26.06.2025
Napier zum Finals-MVP gewählt
Der FC Bayern München hat zum siebten Mal den Titel in der Basketball-Bundesliga gewonnen. In Spiel 5 setzte sich das Team von Coach Gordon Herbert mit 81:77 gegen ratiopharm Ulm durch und gewann die Finalserie doch noch mit 3-2.

Den Unterschied machte am Ende die tiefere Rotation und individuelle Klasse: Devin Booker war mit 19 Punkten (7/10 FG) der Topscorer, Shabazz Napier (15), der zum Finals-MVP gewählt wurde, Johannes Voigtmann (13) und Andi Obst (10) punkteten ebenfalls zweistellig. Auf Ulmer Seite überragte Karim Jallow mit einem Double-Double (22 Punkte, 13 Rebounds), doch als Team trafen die Gäste nur 4 ihrer 27 Dreier (15 %). Auch die zweistelligen Beiträge von Jessup (11), Plummer und Jensen (jeweils 10) reichten am Ende nicht.
Die Bayern setzten unter anderem durch einen Obst-Dreier den ersten Nadelstich, Gäste-Coach Ty Harrelson zog bei Marcio Santos schnell die Reißleine und danach stabilisierten sich die Ulmer auch. Justinian Jessup hatte seinen Rhythmus, gleichzeitig verteidigte Bayern aber die Dreierlinie gut. Schwung brachte mal wieder Shabazz Napier, der erst drei Freiwürfe und dann ein And-1 zog. Nach acht schnellen Punkten holte sich der Guard jedoch sein zweites Foul ab. Es spielte zunächst keine Rolle, die Bayern führten nach munterem Start mit 28:21.
Die Gastgeber hatten jetzt Oberwasser und forcierten einige Ballverluste, die zu einfachen Punkten führten. Die Ulmer erzielten dagegen in fünf Minuten nur zwei Punkte, München schaffte sich das erste zweistellige Polster der Partie und verpasste sogar noch weitere Chancen.
Dennoch war es bis dahin die beste Offensivleistung der Serie, zur Pause trafen die Münchner fast 60 Prozent aus dem Feld und führten folgerichtig mit 48:41 - allerdings machte den Ulmern ein 11:1-Lauf ein wenig Hoffnung.

Robert Arndt
Die Gäste waren damit wieder im Spiel, näher kamen sie aber nicht heran, weil Booker die ersten acht Zähler seiner Mannschaft erzielte. Das Problem waren die Dreier, Mitte des Viertels standen die Gäste bei 1/12. Von der bayrischen Offense kam jetzt aber auch nicht mehr viel, stattdessen wühlte sich Jallow einige Male zum Korb. Dies war nun die beste Option und vor dem Schlussabschnitt waren die Gäste wieder voll da (65:61).
Drei Minuten später war es dann soweit, ein tiefer Dreier von Nelson Weidemann brachte die erste Ulmer Führung seit dem ersten Viertel (65:66). Danach war es wieder Napier, der mit einem And-One den Ausgleich herstellte. Es entwickelte sich ein echter Krimi. Doch dann kam Johannes Voigtmann: Erst traf er einen Dreier aus der Ecke, knapp 50 Sekunden später ließ er den Nächsten folgen, der die Bayern auf 79:75 wegziehen ließ.
Die Ulmer schmissen sich noch einmal rein, suchten verzweifelt den Anschluss, doch der amtierende Meister zeigte keine Nerven. Zwar ließ Napier an der Linie einen möglichen Matchball liegen, doch in der entscheidenden Szene war es schließlich Kapitän Lucic, der mit all seiner Erfahrung den Schlusspunkt von der Freiwurflinie setzte (81:77). Der FC Bayern krönte sich damit erneut zum Deutschen Meister.