vor 11 Stunden
MVP zur Pause bereits mit 17 Punkten
Der FC Bayern Basketball hat zum Start der BBL-Play-offs gegen die Gladiators Trier zunächst gewackelt, am Ende aber souverän geliefert. Nach einem starken Start der Gladiators setzte sich der Titelverteidiger mit 101:80 durch und geht in der Viertelfinalserie mit 1:0 in Führung.

Die Trierer erwischten in München zunächst genau den mutigen Auftakt, den sie sich erhofft hatten. Vor allem offensiv spielten die Gladiators schnell, aggressiv und mit viel Selbstvertrauen. Mitte des ersten Viertels führte der Aufsteiger plötzlich mit 16:7, wenig später sogar mit 21:11, während die Bayern offensiv überhaupt keinen Rhythmus fanden. Coach Svetislav Pesic reagierte früh mit einer Auszeit, doch Trier blieb zunächst das bessere Team und nahm eine 26:20-Führung mit in die erste Pause.
Danach übernahm jedoch zunehmend die Qualität des Titelverteidigers. Angeführt von MVP Andreas Obst arbeiteten sich die Münchner zurück ins Spiel und drehten die Partie zwischenzeitlich auf 35:30. Dennoch blieb Pesic auch beim Stand von 42:39 sichtbar unzufrieden und nahm erneut eine emotionale Auszeit, weil seine Mannschaft weiter nicht konstant funktionierte. Zur Halbzeit führte Bayern dennoch mit 48:44 - auch dank 17 Punkten von Obst. Trier hielt vor allem über seine starke Zweierquote dagegen und traf in der ersten Hälfte beeindruckende 77 Prozent aus dem Nahbereich.

Im dritten Viertel schien München die Kontrolle schließlich komplett zu übernehmen. Die Bayern erhöhten ihre Intensität in der Defense deutlich, erzwangen Stops und kamen dadurch immer wieder zu einfachen Punkten in Transition. Die Führung wuchs erstmals auf zehn Zähler an. Doch die Gladiators antworteten noch einmal: Spielmacher Steven Ashworth traf drei Dreier in Serie und hielt Trier damit in Schlagdistanz. Trotzdem ging Bayern mit einer 72:61-Führung in den Schlussabschnitt.
Dort machte der Favorit dann endgültig ernst. Nach mehreren starken Defensivsequenzen legten die Münchner einen 6:0-Lauf hin und zogen auf 85:68 davon. Trier verlor nun zunehmend den Zugriff auf die Partie, während Bayern offensiv immer sicherer wurde und den Vorsprung konsequent ausbaute. Besonders Obst blieb brandgefährlich und führte sein Team mit 24 Punkten an.
Neben Obst überzeugten bei den Bayern auch Niels Giffey, Vladimir Lucic und Nenad Dimitrijevic mit wichtigen Aktionen auf beiden Seiten des Feldes. Trier zeigte über weite Strecken einen couragierten Auftritt, bekam MVP-Kandidat Jordan Roland jedoch nie wirklich ins Rollen. Der Guard kam am Ende lediglich auf sieben Punkte bei 3/12 aus dem Feld. Spiel zwei der Serie steigt erneut in München.
Sam Müller