vor 8 Stunden
Alba hält lange stark mit
Der FC Bayern Basketball wahrt in den Playoffs seine weiße Weste und gewann auch den Auftakt der BBL Finals gegen Alba Berlin. Die Gäste aus der Hauptstadt hielten lange mit, doch ein überragender Andi Obst war letztlich nicht zu stoppen. Die Bayern setzten sich mit 102:94 durch.

Offensiv-Spektakel zum Start der Finalserie der Basketball-Bundesliga und keiner war heißer als Andreas Obst. Der deutsche Nationalspieler legte los wie die Feuerwehr, 24 seiner 33 Punkte (11/18 FG, 6/12 Dreier) erzielte Obst in der ersten Halbzeit. Zweistellig punkteten zudem Justus Hollatz (14) und Oscar da Silva (10). Bei den Gästen waren Norris Agbakoko (21), Justin Bean (17, 5/7 3P) und Martin Hermannsson (14, 9 Assists) die auffälligsten Akteure.
Während die Bayern auf knapp eine Woche Erholungszeit zurückblicken, stehen die Berliner nach ihrem zweiten Spiel 5 in den laufenden Playoffs noch voll im Saft. In den Anfangsminuten wurde das einmal mehr deutlich. Hermannsson und Bean eröffneten für die Berliner, die das erste Viertel nahezu durchgehend anführen sollten. Dagegen stemmte sich in Obst einer, der sogar noch länger außen vor war. Wegen eines Virusinfekts stand der deutsche Nationalspieler im Juni noch gar nicht auf dem Platz.
Von Rosterscheinungen war allerdings nichts zu sehen. Acht der ersten zehn Münchner Zähler gingen direkt auf das Konto des 29-Jährigen. Und auch im zweiten Viertel hielt er den Titelverteidiger gegen ein mutig aufspielendes ALBA Berlin im Spiel. Nachdem Youngster Jack Kayil (8, 7 Rebounds) den Albatrossen nach Foul beim Dreier ihre höchste Führung einbrachte (39:45), lief Obst jetzt auch in seiner Paradedisziplin brandheiß.
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jos
Vier weitere Dreier schweißte er bis zur Halbzeitpause in den Ring. Sein finales Kunststück, 46 Sekunden vor Viertelende, brachte den Münchnern schließlich ihre erste Führung des Spiels sowie die Pausenführung ein. Obsts Arbeitsnachweis zu diesem Zeitpunkt: 24 Punkte, 9/10 Treffer, davon 5/6 außerhalb des äußeren Rings.
Doch Alba ließ sich davon nicht beeindrucken. Nach dem Seitenwechsel machten die Gäste da weiter, wo sie zuvor aufgehört hatten. Eröffnet wurde der dritte Durchgang abermals durch ein tolles Zusammenspiel von Floor General Hermannsson sowie Center Agbakoko. Auf letzteren hatte der FCBB bereits in Halbzeit eins keine Antwort gefunden. Und auch in dieser Phase dominierte der 2,18-Meter-Mann nach Belieben. Zweieinhalb Minuten nach Wiederbeginn stellte er auf +7, ehe Jonas Mattisseck gar eine zweistellige Führung herstellte (60:70).

Doch die Bayern wachten auf. Zwar hatte Obst sein Feuer aus der Distanz verloren, dafür übernahmen andere jetzt mehr Verantwortung. Vladimir Lucic eröffnete den Münchner 19:6-Run bis zum Viertelende per Dreier. Hollatz traf per Stepback und auch Johannes Voigtmann (8, 8 Assists, 3 Blocks) war von draußen erfolgreich und besorgte den Münchnern mit der vorletzten Aktion des Viertels die Führung (79:76).
Im Schlussviertel lief die bayerische Offensivmaschine munter weiter. Justinian Jessup und Xavier Rathan-Mayes bauten den Vorsprung zwischenzeitlich auf +9 aus, ehe Hermannsson seine Berliner über Wasser hielt. Ein weiterer Dreier von Obst mit Ablauf der Uhr sowie wieder Jessup besorgten Bayern eine zweistellige Führung, die sie letztlich ins Ziel brachten.
