11.01.2026
Beide Teams treffen nur 13 Prozent aus der Distanz
Die Basketballer des FC Bayern haben gegen die Telekom Baskets Bonn ihren elften Bundesliga-Sieg in Folge eingefahren. Nur drei Wochen nach dem Rekord-Hinspiel ließen allerdings beide Teams jeglichen Wurfrhythmus vermissen. Die Entscheidung fiel folglich in der Zone.

Wer an einem Abend lediglich 4/27 Treffer aus der Distanz erzielt, kann eigentlich kaum Anspruch auf einen Sieg anmelden. Am Ende gingen die Münchner dennoch als die bessere Mannschaft vom Platz, weil Bonn ebenso einen rabenschwarzen Tag von draußen erwischte (3/25).
Der fehlende Wurf bewirkte letztlich, dass der Kampf an den Brettern umso physischer geführt wurde. So ausgeglichen die Wurfquote, so ausgeglichen ging es auch auf der Anzeigetafel her. Zwar eroberten die Münchner Ende des ersten Viertels die Führung und gaben diese danach auch nicht mehr her, allerdings verpasste es die Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic, einen größeren Vorsprung herauszuarbeiten.

So blieb die Tür für ein Bonner Comeback bis zum Schluss offen. Und es kam, wie es kommen musste. Drei Minuten vor Ende, da hatten die Gäste gerade einmal einen Dreier getroffen, beendete Joel Aminu (14 PTS, 6 REB) die Durststrecke von der äußeren Linie und verkürzte mit zwei Treffern auf -1 (59:58). Zach Cooks sorgte kurz darauf sogar für den Ausgleich.
Doch die guten Nachrichten aus Bonner Sicht kamen auch mit einer schlechten: Nicht nur sie selbst hatten in der Crunchtime Feuer gefangen - auch der Gegner. Nach einem verwandelten Dreier von Obst (17 PTS, 5/11), erzielte Rathan-Mayes (6 PTS, 6 AST) eine Minute vor Schluss den entscheidenden Wurf zum Sieg (66:63) - übrigens der einzige Dreier der Bayern, der nicht auf das Konto von Andi Obst ging.
Julius Ostendorf
Die Chance zum Ausgleich und der Verlängerung schleuderte Bonns Topscorer Garrett Jr. (15, 7/15) von der Mittellinie letztlich nur gegen das Brett.
Trotz einer wenig überzeugenden Vorstellung der Münchner steht letztlich der elfte BBL-Sieg in Folge - und der 14. im 15. Spiel. Bonn hingegen verliert nach zuvor drei Erfolgen nacheinander mal wieder und rutscht auf den sechsten Platz ab.