vor 35 Minuten
Washington vergibt mit der Sirene
Der FC Bayern Basketball hat am 3. Spieltag der EuroLeague sein erstes Heimspiel verloren. Gegen Partizan war es lange ein hart umkämpftes Spiel, die Bayern verspielten dabei im Schlussabschnitt eine zweistellige Führung und unterlagen mit 84:86.

Über 40 Minuten war es eine enge Angelegenheit, doch Partizan drehte durch Carlik Jones (16 Punkte, 5 Assists) im vierten Viertel noch einmal auf und drehte die Partie. Angeführt wurden die Münchner von Ex-Partizan-Guard Duane Washington (20 Punkte, 7/12 FG), dazu hatte auch Nationalspieler Johannes Thiemann (17) einige gute Momente in der Offensive.
Coach Anton Gavel rotierte diesmal Oscar da Silva, Justus Hollatz und MarJon Beauchamp aus dem Kader, dafür starteten unter anderem Kamar Baldwin und Johannes Thiemann auf der Vier. Der Start war jedoch holprig, Partizan agierte sehr aggressiv und generierte so mehrfach leichte Punkte im Gegenzug. Diese Aggressivität hatte ihren Preis, die Bayern waren früh im Bonus und hatten nach einem Viertel bereits neun Freiwürfe verwandelt. Die heiße Hand hatte dagegen schnell Duane Washington, der von den zahlreichen Partizan-Fans gnadenlos ausgepfiffen wurde. Per Dreier stellte der Guard mit der Viertelsirene auf 27:22.
Auf der Gegenseite trafen die Gäste fast jeden Dreier (6/9 nach 13 Minuten) und konnten so zeitweise sogar in Führung gehen. Die Münchner trafen zwar ebenfalls gut aus dem Feld, hatten im Ballvortrag aber immer wieder Probleme gegen die schnellen Hände von , der schon in der ersten Halbzeit drei Steals eingesammelt hatte. Partizan machte dagegen kaum Fehler, doch wieder war es Washington, der mit ansatzlosen Würfen die Bayern zurückbrachte und gleichzeitig mit Gesten in Richtung der Gäste-Fans auffiel.
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Es flogen Becher, einer erreichte das Feld und sorgte für eine minutenlange Unterbrechung, weil der Boden danach zu klebrig zum Spielen war. Mit 47:46 ging es in die Pause.

Nach dem Wechsel kühlten die Serben merklich ab, die Dreier fielen nun nicht mehr. Dafür bekam Andreas Obst endlich mal einen freien Dreier, auch Justinian Jessup war aus der Distanz erfolgreich (60:50). Defensiv hatte derweil Tobias Jensen einige gute Aktionen, im Angriff war es Jessup, der den Vorsprung vergrößerte. Mit 65:57 ging es in das Schlussviertel.
Dort schien es so, als ob Partizan wieder etwas Oberwasser hatte, doch zwei Dreier von Washington nahmen den Serben wieder den Wind aus den Segeln. Dennoch blieben die Gäste dran, als Carlik Jones sechs Minuten vor Schluss auf vier Zähler verkürzte, musste Gavel zur Auszeit greifen. Ein tiefer Dreier von Obst brachte Entlastung, doch die Gäste kamen zurück und glichen per And-1 von Jones 140 Sekunden vor Schluss aus (81:81).
Der Point Guard legte kurz darauf per Drive nach, es war die erste Gäste-Führung seit dem zweiten Viertel. Thiemann glich aus dem Post aus, Luca Vildoza konterte auf der Gegenseite. Center Austin Wiley vergab dagegen einen Freiwurf und Tobias Jensen schenkte nach einem Missverständnis mit Obst den Ball wieder her. Da aber auch Jones einen Freiwurf verschenkte, bekamen die Bayern eine letzte Chance, doch Washington vergab mit der Sirene.
Nach drei Spielen stehen die Bayern nun bei 1-2 und empfangen in der easycredit BBL am Sonntag Oldenburg. In der EuroLeague ist dann am kommenden Donnerstag Virtus Bologna mit Bundestrainer Alex Mumbru zu Gast im SAP Garden.
