10.04.2025
Aufholjagd im vierten Viertel jäh gestoppt
Der Traum von der direkten Playoff-Qualifikation ist für den FC Bayern München ausgeträumt. Am letzten Spieltag der Hauptrunde setzte es in der EuroLeague im heimischen SAP Garden eine 77:89-Niederlage gegen Fenerbahce.

Die Bayern brauchten einen Sieg, um noch eine Chance auf Rang sechs zu haben, doch gegen Fenerbahce deutete sich früh an, dass dies nur ein Wunschtraum bleiben würde. Eine ganz schwache erste Halbzeit besiegelte das Schicksal der Bayern, die nun im Play-In antreten müssen, um über die Hintertür die Playoffs noch zu erreichen. Der Gegner ist noch unbekannt, genauso ob die Bayern im 7-8- oder 9-10-Spiel antreten werden.
In München zeigte Fener zumindest eine über weite Strecken reife Vorstellung und konnte sich im Angriff immer wieder auf Nigel Hayes-Davis (24 Punkte, 5/8 Dreier) verlassen. Bei den Bayern enttäuschten Leistungsträger wie Nick Weiler-Babb (7 Punkte, 3/8 FG, 3 TO) oder Andreas Obst (3, 1/8), die meisten Punkte erzielte Carsen Edwards (26, 9/16), der aber ebenfalls lange ein schwaches Spiel absolvierte.
Die Bayern erwischten in ihrem Endspiel einen Fehlstart, wobei die Gäste ihre ersten vier Dreier trafen und Coach Gordon Herbert nach nur 3:30 Minuten zur ersten Auszeit zwangen (4:14). Erst ein And-1 von Shabazz Napier brachte etwas Stabilität, aber in der Defense gelangen weiter zu selten Stops. Dazu fiel kein Dreier in den ersten zehn Minuten (0/6), Fenerbahce führte nach einem Viertel mit 13:28.

rar
Elias Harris beendete die Dreier-Dürre zwar mit einem Notwurf, viel mehr ging jedoch nicht. Fener übte großen Druck auf die Guards auf und diese machten Fehler. Von der starken Heim-Offense war nichts zu sehen und auf der Gegenseite verwandelten die Gäste einen Dreier nach dem anderen. Es ging aber auch alles. So verwandelte Hayes-Davis unter anderem im Fallen einen Dreier mit 0,1 Sekunden auf der Shotclock. Immerhin: Nachdem Fener mit 22 Punkten führte, gelang den Bayern noch ein 7:0-Lauf, sodass es nur 31:46 zur Pause stand.
Eine Aufholjagd gab es jedoch nicht, Fenerbahce führte schnell wieder mit 20 Zählern und nahm einem möglichen Comeback den Wind aus den Segeln. Mitte des Abschnitts wurde die Gäste aber etwas nachlässig. Turnover häuften sich, doch aufgrund der unterirdischen Dreierquote konnten die Bayern dies nicht nutzen. Mit 52:68 ging es in den Schlussabschnitt.
Aufgegeben hatten die Gastgeber aber nicht. Gegen Feners Second Unit machten die Bayern etwas Boden gut, vor allem Edwards setzte nun endlich mal Akzente. Zwei tiefe Dreier des Guards verkürzten auf 71:77, doch Turnover und Offensiv-Rebounds der Gäste verhinderten mehr. Ein Turnover von Napier (Nummer 17 für die Bayern) sowie ein And-1 von Marko Guduric 87 Sekunden vor dem Ende besiegelten schließlich das Schicksal der Gastgeber.
Die Bayern müssen nun die Spiele am Freitag abwarten, bis sie ihre Platzierung und ihren Gegner kennen. In der Theorie könnten die Münchner noch auf Rang zehn zurückfallen, vieles spricht jedoch dafür, dass es Platz neun wird.