12.11.2025
Knappe Niederlage gegen Barcelona
Nach fünf Spielen endet die Siegesserie von Münchens Basketballern ausgerechnet gegen Krisenklub Barcelona. Spencer Dinwiddie wurde mit dem entscheidend vergebenen Freiwurf zum tragischen Helden.

Noch in der ersten Hälfte hatte der NBA-Veteran die Münchner mit 16 Punkten nahezu im Alleingang in Schlagdistanz gehalten. In der zweiten Hälfte blieb Dinwiddie (17 PTS, 5/7) dann ganz lange ohne Punkt. Ausgerechnet im letzten Angriff, beim Stand von 76:74 für die Gäste aus Katalonien, fiel dem US-Amerikaner der Ball erneut in die Hände.
Dieser zog hart zum Korb und holte zwei Freiwürfe heraus. Den ersten verwandelte er - es sollte allerdings sein einziger Punkt in der zweiten Halbzeit bleiben -, den zweiten jedoch nicht.
Nach schleppendem Beginn, ohne Cheftrainer Gordon Herbert, der von Assistent TJ Parker ersetzt wurde, lagen die Münchner schnell zweistellig gegen die krisengeschüttelten Spanier zurück. Barcelona, die nach der Entlassung von Trainer Joan Penarroya von Interimscoach Oscar Orellana angeführt wurden, nutzten insbesondere die Größenvorteile gegen die etwas kleineren Bayern zu ihrem Vorteil.

Per Dreier brachte Topscorer Tomas Satoransky (13 PTS, 3/3 Dreier) die Gäste zur Pause mit elf Punkten in Front (32:43).
jos
Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Bayern durchaus mutiger. Der starke Oscar da Silva (17 PTS, 9 REB) drückte den Rückstand umgehend in einstelligen Bereich. Wenige Minuten später verkürzte Lucic (8) mit fünf schnellen Punkten nacheinander auf -3 (49:52). Bayern hatte jetzt durchaus Möglichkeiten, selbst in Führung zu gehen, weil Barcelona mehr als drei Minuten punktlos blieb.
Zwei Minuten vor Ende des dritten Durchgangs gelang Jessup sogar noch der Ausgleich, ehe Hernangomez Barcelona die erneute Führung bescherte.
Im Schlussviertel blieben die Bayern weiterhin in Lauerstellung, verpassten aber stets den entscheidenden Korb zur Führung. Ein Dreier von Andi Obst verkürzte erneut auf -1 und brachte den SAP Garden zum Kochen. Nachdem Clyburne nur einen Freiwurf traf, hatte Dinwiddie - ebenfalls an der Linie - letztlich die Chance zum Ausgleich und der Verlängerung. Der langjährige NBA-Veteran zeigte hier allerdings Nerven.