14.10.2025
Offensiv weiter mager
Die Basketballer vom FC Bayern haben nach der Blamage gegen Zalgiris Kaunas eine Reaktion in der EuroLeague gezeigt. Gegen Mailand und Ex-Münchner Devin Booker glänzte man offensiv zwar erneut nicht, konnte dem Spiel allerdings defensiv seinen Stempel aufdrücken.

Nach einer enttäuschenden ersten Hälfte mit nur 28 Punkten und elf abgegebenen Rebounds unter dem eigenen Brett, zeigten die Bayern nach der Pause ein verbessertes Gesicht. Im Halbfeld tat sich Mailand deutlich schwerer und verlor letztlich den Anschluss. FCBB-Kapitän Vladimir Lucic avancierte mit 13 Punkten zum Matchwinner.
Schwierige Tage lagen hinter den Münchnern. Gegen Zalgiris Kaunas gab es erst vier Tage zuvor eine echte Packung, am Sonntag verletzte sich mit Stefan Jovic dann der nächste Aufbauspieler. Die Reaktion der Bayern war also mit Spannung erwartet worden. Ein offensives Feuerwerk sollte auch gegen Emporio Mailand ausbleiben.
Dennoch: der Ball lief diesmal durchaus besser durch die eigenen Reihen als noch in den Tagen zuvor. Nur belohnen wollte man sich nicht so richtig. Die gute Nachricht allerdings: Ähnliches galt auch für die Gäste aus Italien. Sekunden vor Ende des ersten Durchgangs brachte Niels Giffey (8, 4/7) die Münchner aus der Mitteldistanz mit vier in Front (16:12).
Im zweiten Viertel erwischten die Gäste dann den besseren Start. Mannion führte erst den Ausgleich herbei, dann brachte der starke Brooks sein Team in Front (16:19). Bayern hatte offensiv weiter Probleme, konnte defensiv aber gleich mehrfach auf Rückkehrer Wenyen Gabriel vertrauen. Der Center, der sein Comeback nach kurzer Verletzung gab, duellierte sich in dieser Phase mit Ex-Münchner Devin Booker (11 Punkte, 12 Rebounds) mehrfach unter dem Brett. Letzterer machte von seinem physischen Vorteil allerdings clever Gebrauch. Kurz vor der Pause erhöhte der 34-Jährige auf +4 aus Mailänder Sicht. Mit +5 ging es letztlich in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel sah es zunächst danach aus, dass die Bayern weiter nur wenig offensive Gefahr ausstrahlen würden. Ein Dreier von Andi Obst (14 PTS, 3/10) sollte nach drei Minuten allerdings die Wende einleiten. Ein schneller 7:0-Lauf brachte zunächst den Ausgleich (35:35). Kamar Baldwin besorgte kurz darauf sogar wieder die Führung. Bei Mailand ging nun scheinbar nichts mehr. Die Italiener beendeten den dritten Durchgang mit nur sieben Zählern.
Im Schlussviertel ging es dann wieder hin und her, wobei die Bayern ihren knappen Vorsprung verteidigen konnten.
Julius Ostendorf
Weiter geht es für die Münchner bereits am Donnerstag, wenn man bei EuroLeague-Titelverteidiger Fenerbahce Istanbul gastiert. Bei diesen kriselt es allerdings gewaltig. Aus den ersten vier Spielen in der Königsklasse konnten die Türken nur eines gewinnen, zuletzt gab es eine deftige Niederlage gegen Dubai.