10.11.2025
37 Giannis-Zähler reichen nicht
Nach der Niederlage zuletzt im NBA-Cup gelang den Rockets der Turnaround: Das Team von Ime Udoka drehte in Milwaukee einen 14-Punkte-Rückstand und schlug die Bucks mit 122:115. Angeführt von Kevin Durant und Alperen Sengün zeigten die Rockets Moral.

Beide Teams begannen zunächst auf Augenhöhe, mit klaren Akzenten ihrer Superstars. Kevin Durant (31 Punkte, 11/15 FG) traf im ersten Viertel alle seine fünf Würfe und führte die Rockets an, während auf der Gegenseite Gary Trent Jr. früh zweimal aus der Distanz erfolgreich war. Das Reboundduell dominierte Houston (16:9), dennoch lag Milwaukee nach zwölf Minuten knapp vorne.
Im zweiten Viertel schien das Spiel zu kippen: Die Bucks fanden offensiv ihren Rhythmus und setzten sich angeführt von Giannis Antetokounmpo (37 Punkte) und Cole Anthony auf zwischenzeitlich 14 Punkte ab. Doch dann kam Rookie Reed Sheppard (16) ins Spiel und drehte die Partie fast im Alleingang. Mit zwei Dreiern, einem Steal und einem Midrange-Jumper führte er Houston zu einem 10:0-Lauf. Die Bucks antworteten wieder mit einem kleinen Run, zur Pause stand es 61:50.
Nach der Pause lieferten sich die beiden Superstars einen offenen Schlagabtausch: Sowohl Durant als auch Giannis erzielten jeweils 14 Punkte im dritten Viertel. Besonders auffällig: Houstons ungewöhnlich große Lineups, was Milwaukee unter dem Korb forderte. Der Vorsprung der Bucks schmolz auf drei Zähler, 85:82 vor dem Schlussabschnitt, und das Momentum kippte spürbar Richtung Rockets.
Im letzten Viertel zog Antetokounmpo zunächst wieder an, erzielte sechs schnelle Punkte und hielt Milwaukee vorn. Doch Reed Sheppard blieb der Faktor des Spiels: vier Steals, zwei weitere Dreier, und fünf Minuten vor Schluss war Houston wieder dran. Zwei Minuten vor dem Ende übernahmen die Rockets sogar die Führung - ihre erste seit dem Auftaktviertel. Giannis vergab anschließend zwei Freiwürfe, während Alperen Sengün (23, 11 Rebounds) auf der Gegenseite den Deckel draufmachte: Layup, Foul, Bonusfreiwurf (120:114, 23 Sekunden vor Schluss).
Lukas Hetterich