18.01.2026
Morant überragt bei Rückkehr
Der Europa-Trip der Orlando Magic endet mit einer Abreibung. In London verschliefen Franz Wagner und Co. erneut das Eingangsviertel. Anders als vor drei Tagen war ein Comeback diesmal nicht möglich. Das lag auch an Rückkehrer Ja Morant.

Es war fast wie Déjà-vu. Ähnlich wie vor weniger als 72 Stunden standen sich die Orlando Magic und Memphis Grizzlies erneut auf internationalem Parkett gegenüber. Ebenfalls ähnlich spielte zunächst nur eine Mannschaft. Es dauerte keine fünf Minuten ehe die Grizzlies zweistellig davonzogen. Besonders Jock Landale stellte das müde wirkende Orlando-Team in der Zone vor sichtbare Probleme. Dazu präsentierte sich Rückkehrer Ja Morant (24 PTS, 13 AST) in regelrechter Spiellaune. Allein im ersten Viertel legte er seinen Mitspielern fünf Körbe auf.
Im zweiten Durchgang wurde der Point Guard dann zunehmend selbst offensiv aktiv. Ein Dreier im ersten Ballbesitz des Viertels schraubte den Vorsprung auf +20 hoch (23:43). Orlando - das im übrigen kurzfristig auf Moritz Wagner verzichten musste - hatte dieser Dominanz rein gar nichts entgegenzusetzen. Ein 15:0-Lauf aus der Viertelpause heraus später und Memphis führte die Partie plötzlich mit 60:30 an.
Erst kurz vor der Pause wachte Orlando nochmal auf und kämpfte gegen die drohende Blamage an. Franz Wagner (14 PTS, 5/13) und Paolo Banchero (16, 7/20) schafften es allerdings nicht, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Stattdessen ging Wendell Carter Jr. mit 13 Punkten in der ersten Hälfte (18 insgesamt) voran. Bane stellte per Korbleger den Pausenstand her (72:53). Auch für ihn waren es allerdings lediglich die Punkte fünf und sechs bis dato - er beendete das Spiel mit lediglich elf Zählern.
Anders als noch in Berlin, als die Magic ebenfalls von einem 20-Punkte-Rückstand zurückgekommen waren, konnte das Team in London allerdings auf keinen Heimvorteil vertrauen. Das britische Publikum vergab augenscheinlich keinen Sympathiebonus für eines der beiden Teams. Und so fehlte den Magic auch nach dem Seitenwechsel der nötige Energieschub für ein Comeback.
Dazu gingen die Grizzlies die Partie auch in der zweiten Hälfte weiter sehr seriös an. Immer mal wieder verkürzte Orlando auf weniger als 20 Punkte, woraufhin Memphis-Coach Tuomas Iisalo clevere Plays aus den Auszeiten heraus zauberte. Die zahlreichen Ballverluste - allen voran von Banchero und Black mit je vier - machten das Aufkommen eines Flow-Zustands zudem kaum möglich.
Julius Ostendorf
Franz Wagner wirkte auch in seinem zweiten Spiel nach Verletzung noch etwas rostig. Er beendete das Spiel mit 14 Punkten (5/13) sowie vier Rebounds und drei Vorlagen. Tristan da Silva kam wieder als sechster Mann von der Bank, kam allerdings nicht über vier Punkte (2/5) hinaus.
Weiter geht es für die Magic in der Nacht auf Freitag der kommenden Woche gegen Charlotte. Eine Rückkehr von Moritz Wagner bis dahin ist derzeit noch ungewiss.