21.01.2026
Playoff-Rennen bleibt offen
Ratiopharm Ulm bleibt im Rennen um die EuroCup-Playoffs. Beim direkten Konkurrenten, den London Lions, feierte der deutsche Vizemeister einen hochdramatischen 73:72-Auswärtssieg, entschieden durch einen Buzzer-Beater 0,2 Sekunden vor Schluss.

Dabei begann die Partie alles andere als optimal für die Gäste. Ulm verschlief die Anfangsphase komplett, lag nach nicht einmal zwei Minuten mit 0:7 zurück. Doch der Bundesligist blieb ruhig, stabilisierte sich schnell und drehte das Spiel noch im ersten Viertel. Zur ersten Pause führte Ulm knapp, zur Halbzeit stand ein 36:32 aus Sicht der Gäste auf der Anzeigetafel.
Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Ulmern nicht, sich entscheidend abzusetzen. London hielt dagegen, getragen von der eigenen Hoffnung auf die Playoffs. Nach einem krachenden Dunk von Tarik Phillip (19 Punkte, 5 Assits) war beim 42:42 wieder alles offen. Zwar ging Ulm mit einem kleinen Polster (51:45) ins Schlussviertel, doch auch dieses war schnell verspielt, ein 0:6-Lauf der Lions machte die Partie erneut völlig offen.
In der Crunchtime wurde es schließlich maximal dramatisch. Eine Minute vor Schluss stand es 67:67, wenig später führte Ulm 70:69, ehe erneut Phillip mit einem Dreier antwortete. Nach vergebenen Freiwürfen auf beiden Seiten bekam Ulm nach Videobeweis noch einmal den Ball für einen letzten Angriff. Christian Sengfelder (23, 7 Rebounds) scheiterte zunächst, doch der Abpraller landete bei Mark Smith, der den Ball 0,2 Sekunden vor Ablauf der Uhr im Korb versenkte. Die Schiedsrichter überprüften die Szene und gaben den Treffer, sehr zur Freude der Ulmer.
kon
