21.09.2025
Chemnitz wartet im Achtelfinale
RASTA Vechta hat sich zum Auftakt der neuen Pokalsaison gegen Zweitligist Gießen durchgesetzt. Die Hessen leisteten über drei Viertel erbitterten Widerstand. Erst im Schlussviertel zog der Favorit dank Schlüsselspieler Kuhse davon.

Die Gießen 46ers qualifizierten sich als eine der sechs besten Pro-A-Mannschaften der Vorsaison für die erste Pokalrunde. Im Duell mit Bundesligist RASTA Vechta ließ man keinerlei Zweifel aufkommen, dass ihre Teilnahme am Wettbewerb auch sportlich gerechtfertigt war.
Im ersten Durchgang übernahmen die Hessen umgehend die Führung, erzielten die ersten sechs Punkte am Stück. Vechta kam insbesondere offensiv nur schwerlich in die Partie. Ein Dreier von Verge Jr. brachte RASTA dann nach fünf Minuten ins Rollen. Kurz vor der ersten Viertelpause besorgte TJ Bamba die erste Führung für die Gäste (17:18).
Den Schwung nahmen die Niedersachsen auch gleich mit ins zweite Viertel. Ein 13:2-Lauf distanzierte Gießen erstmals auf zweistellige Punkte (23:36). Gerade als die anwesenden Zuschauer das Gefühl bekommen mussten, das Spiel entgleite dem Heimteam, bäumte sich dieses nochmals auf. Ein 15:2-Lauf ihrerseits brachte Gießen zurück ins Spiel.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich die Partie zum Krimi. Beide Teams wechselten sich mit Korberfolgen ab, wobei die Hausherren zum Ende des Durchgangs sogar selbst wieder die Führung erlangten.
In dieser kritischen Phase riss Vechtas Schlüsselspieler Tommy Kuhse (25, 9/17) das Spiel nun an sich. Viertelübergreifend gelangen dem US-Amerikaner zwölf Punkte nacheinander. Zudem schlug man jetzt zunehmend Kapital daraus, dass Gießens Energizer Jonathan Maier (19, 7/11) mit vier Fouls auf der Bank Platz saß. Ferners Dreier acht Minuten vor Schluss brachte Vechta wieder mit +10 in Front. Davon erholten sich die Gastgeber nicht mehr.
Die zweite Pokalrunde wurde im Zuge der Ziehung Mitte Juli ebenfalls bereits zugelost. Hier wird RASTA Vechta auf die Niners Chemnitz treffen. Diese hatten die erste Pokalrunde aufgrund ihrer Top-Acht-Platzierung in der vergangenen BBL-Saison überspringen dürfen.
Julius Ostendorf