19.04.2025
Milwaukee noch ohne Lillard
Die Indiana Pacers haben zum Auftakt der Playoffs die Milwaukee Bucks deutlich mit 117:98 geschlagen. Bei den Gästen wehrte sich alleine Giannis Antetokounmpo, vom Rest kam fast nichts.

Damian Lillards Comeback rückt näher und Spiel 1 der Serie gegen Indiana zeigte, dass die Bucks den Spielmacher dringend benötigen. Zur Pause hatte Superstar Giannis Antetokounmpo fast die Hälfte aller Bucks-Punkte erzielt, während Indiana zahlreiche Optionen im Angriff hatte. Erst im vierten Viertel konnten die Bucks das Spiel offener gestalten, verpassten aber mehrere Chancen, um richtig ins Spiel zurückzukehren.
Die besten Scorer Indianas waren Pascal Siakam (23 Punkte, 10/15), Myles Turner (19, 4/6 3P, 4 Blocks) und Andrew Nembhard (19), All-Star Tyrese Haliburton (10, 3/13, 11 Assists) scorte dagegen kaum. Die Bucks enttäuschten aus der Distanz, dazu dominierte Indiana den Fastbreak. Für die Bucks wehrte sich nur Antetokounmpo (36, 14/23, 12 Rebounds) sowie A.J. Green (15, 5/11 Dreier), während zum Beispiel Kyle Kuzma (0, 0/5, 0 Rebounds in 21 Minuten) einen Tag zum Vergessen erwischte.
Die Pacers bekamen zunächst im Angriff alles, was sie wollten. Haliburton fand immer einen freien Mann, vor allem in Transition waren die Gäste anfällig. Antetokounmpo hatte auf der Gegenseite 12 der 25 Bucks-Punkte, aber auch schon vier Freiwürfe vergeben. Ein 11:1-Lauf der Pacers sorgte für eine zweistellige Führung, nach zwölf Minuten stand es 33:25.
Und Indiana machte genau da weiter. Das Tempo der Gastgeber überforderte Milwaukee, die zudem zahlreiche Fahrkarten aus der Distanz schossen (1/11 im zweiten Viertel) und immer wieder überlaufen wurden. Mathurin war einer der Profiteure, dazu machte auch Nembhard viele gute Plays. Dazu schlossen die Pacers das Viertel wieder stark ab, mit einem 14:2-Run stellten die Gastgeber auf 67:43 zur Pause. Es war die höchste Führung der Pacers nach 24 Minuten in der kompletten Saison.

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Und diese konservierte Indiana auch im dritten Abschnitt. Milwaukee präsentierte sich erschreckend harmlos, während die Pacers weiter um die 60 Prozent ihrer Würfe trafen. Mitte des Abschnitts kam es jedoch zu einem kleinen Bruch. Die Bucks verfehlten zwar weiter Dreier, aber Antetokounmpo initiierte einen 11:1-Lauf. Das letzte Wort hatten aber wieder die Pacers, diesmal war es Haliburton per Jumper, der auf 93:76 stellte.
Zumindest hatten die Bucks nun ihren Schützen in Green gefunden. Zwei verwandelte Dreier leiteten einen 9:0-Lauf ein, während Indiana plötzlich über fünf Minuten ohne Punkte blieb. Milwaukee verpasste es jedoch, näher heranzukommen, stattdessen war ein Dreier von Turner knapp zwei Minuten vor Schluss gefühlt die Vorentscheidung (110:95), da nun Milwaukee wieder fünf Minuten ohne Punkt blieb.