vor 6 Stunden
Neuzugang Thomasson überragt
Die Towers Hamburg stehen im Achtelfinale des BBL-Pokals. Im Nordduell mit den Rostock Seawolves erwischten die Hanseaten zunächst den schwächeren Start, agierten dann aber aus der Distanz wie entfesselt. Dabei wurden sie vom überragenden Neuzugang Noah Thomasson angeführt.

Der Neuzugang aus Polen führte alle Spieler mit überragenden 27 Punkten auf dem Papier an; bereits zuvor Pause hatte sich der US-Amerikaner 17 Zähler eingetragen. Dabei stand er sinnbildlich für das furiose Shooting Hamburgs. Fünf seiner acht Versuche zappelten im Netz. Das gesamte Towers-Team kam letztlich auf 50 Prozent (16/32).
Dabei hatten zunächst die Gäste aus Rostock den besseren Start ins Spiel erwischt. Infolge umkämpfter Anfangsminuten war es TJ Crockett Jr. (24 PTS, 8/18), der einen 10:0-Lauf zum Viertelende und Buzzerbeater abrundete (17:27).
Nach der ersten Viertelpause übernahm dann Hamburgs Thomasson, der allein zwölf Zähler im zweiten Durchgang erzielte und damit maßgeblich an der Aufholjagd seiner Mannschaft beteiligt war. Ein Zeigler-Dreier drehte das Spiel dann auch tatsächlich (45:43).
Nach der Pause setzte sich das Momentum für die Hausherren fort, die nun auch defensiv die Partie besser unter Kontrolle hatten. In einer punktearmen Phase war es dann Big Man Martin Breunig (13 PTS, 3 REB), der binnen weniger Minuten satte drei Dreier durch die Reuse schweißte und Hamburg somit erlaubte, sich erstmals etwas abzusetzen. Der starke Kangudia (22 PTS, 4 REB), der Rostock immer wieder mit guten Drives unter Druck setzte, baute den Vorsprung dann sogar auf Zweistelligkeit aus (65:55).
Im Schlussviertel durfte Rostock noch mehrfach am Comeback schnuppern. Punkte von (16 PTS, 5 REB) und (4 PTS, 4 AST) verkürzten zur Mitte des Durchgangs gar nochmal auf drei Punkte (76:73). Doch auch als das Momentum zu kippen drohte, kam zur Rettung und traf einen weiteren Dreier. Davon erholten sich die Seawolves nicht mehr.
jos
Die Towers feiern damit den ersten Heimsieg in ihrer Pokalgeschichte und erwarten im Achtelfinale einen echten Kracher: Mitte Oktober empfangen die Norddeutschen den FC Bayern.