vor 2 Stunden
Gavel rotiert kräftig durch
Der FC Bayern Basketball steht zum siebten Mal in Folge im Viertelfinale des BBL-Pokals. Zum Abschluss einer intensiven Woche mit drei Spielen haben die Münchner den Towers Hamburg keine Chance gelassen. Die Hanseaten enttäuschten offensiv erneut - aber besonders zu Beginn aller vier Durchgänge.

Mit einem Rucksack von drei Niederlagen standen die Vorzeichen aus Sicht der Towers Hamburg nicht besonders gut. Ob der Sieglos-Serie verpassten die Hanseaten auch den Start in die Partie. Nachdem Muenkat (es blieben seine einzigen Punkte) das Achtelfinale mit einem erfolgreichen Halbdistanzwurf eröffnet hatte, blieb seine Mannschaft über fünf Minuten am Stück ohne Punkte! Das Gute aus Sicht der Gastgeber: Auch die Bayern kamen nur schleppend ins Spiel.
Per Dunk stellte der ehemalige Towers-Spieler Justus Hollatz (8 PTS, 5 STL) zur Viertelmitte auf 2:8 für die Gäste. Mit dem Korb erwachten jedoch zugleich die Hamburger, die einen 14:2-Lauf in den nächsten knapp zweieinhalb Minuten zur eigenen Führung nutzten. Osaro Rich (12 PTS, 5 REB) führte nicht nur diesen Run mit fünf Punkten an, sondern stellte per Leger kurz vor Viertelende sogar die höchste Towers-Führung her (18:12).
Dass der Münchner Offensivmotor, wenn überhaupt, nur zeitweise zu stoppen ist, wurde dann gleich mit Beginn des zweiten Durchgangs klar. Viertelübergreifend gelang den Bayern ein 17:0-Lauf, der vor allen Dingen von diversen Distanztreffern befeuert wurde. Mit seinem zweiten erfolgreichen Dreier sorgte Swingman Miles Norris (9, 3/6 Dreier) für die erste zweistellige Führung der Partie (18:29). Weil Bayerns Duane Washington Jr. (12 5/10) in der Schlussphase der ersten Halbzeit nochmal die Zügel anzog, blieb es auch bis zum Kabinengang dabei.
Nach dem Seitenwechsel dasselbe Bild wie schon in den beiden Durchgängen zuvor: Erneut fanden die Hausherren extrem schlecht ins Spiel. Abermals dauerte es mehrere Minuten, ehe die Towers erstmals erfolgreich waren; abermals nutzten die Münchner diese Durststrecke zu ihren Gunsten und bauten den Vorsprung weiter aus. Dabei half auch, dass der Vizemeister die Bretter mit 13 Offensivrebounds klar dominierte und deshalb am Spielende ein Plus von sechs Feld- sowie drei Freiwürfen aufwies.
jos
Noch zum Ende des dritten Durchgangs ließ Tobias Jensen (4) nach Zuspiel von Oscar da Silva (9 PTS, 6 REB) die Marke von 20 Punkten Vorsprung reißen.
Im Schlussviertel blieben die Towers - nein, das ist keine versehentliche Wiederholung - schon wieder minutenlang ohne Punkte, woraufhin die Partie auch für alle Anwesenden in der ausverkauften Inselpark-Arena gelaufen war. Hamburg fiel letztlich nicht nur das klar verlorene Reboundduell (24:45) auf die Füße, sondern auch die magere Dreierquote von 17 Prozent (5/29). Bester Werfer der Hausherren war Mathys Kangudia mit 16 Punkten.
Die Bayern feiern damit einen erfolgreichen Abschluss ihrer Dreifachwoche, nachdem man bereits am Mittwoch und Freitag in der EuroLeague gefordert war, und stehen zum siebten Mal in Folge im Viertelfinale des BBL-Pokals. Weiter geht es für den Vizemeister am kommenden Donnerstag mit einem Heimspiel gegen Dubai Basketball, ehe man am Sonntag tatsächlich noch einmal auf die Towers Hamburg trifft. Diesmal allerdings zuhause und im Rahmen der BBL.
