14.04.2025
Warriors müssen ins Play-In
Die Los Angeles Clippers haben den Krimi gegen die Golden State Warriors für sich entschieden. Das letzte Spiel der regulären NBA-Saison hielt die Liga auf Trapp, da sie weitreichende Konsequenzen für das Play-In-Turnier beinhaltete. Die Entscheidung fiel letztlich erst nach Verlängerung.

Der von Stephen Curry höchstpersönlich angekündigte "Spiel 7"-Vibe war im Chase Center San Franciscos von der ersten Sekunde an spürbar. Obwohl es sich nominell nur um ein Spiel der regulären NBA-Saison handelte, gingen beide Teams zur Sache, als handele es sich um ein Playoff-Spiel. Und das auch aus gutem Grund. Schließlich sollte der Gewinner sich einen direkten Platz in den Playoffs sichern, der Verlierer müsste den Umweg über die Play-Ins gehen.
Trotz toller Atmosphäre in der Arena der Warriors waren es die Clippers, die den besseren Start erwischten. Das Zusammenspiel von James Harden (39, 13/23) und Center Ivica Zubac (22/17) stellte die Gastgeber immer wieder vor unlösbare Aufgaben. Ein Freiwurf von ersterem brachte das Team aus Los Angeles mit fünf Punkten in Vorsprung (22:17). Die Warriors reagierten mit einem 16:3-Lauf zum Ende des Durchgangs (25:33).
Als die Clippers im zweiten Durchgang wieder zu scoren begannen, fanden sie sich plötzlich in einem Rückstand von zwölf Punkten wieder (25:37). Doch angeführt vom starken Kawhi Leonard (33, 13/19) gelang ihnen die Aufholjagd, welche zum Viertelende von einem tiefen Dreier von Norman Powell vollendet wurde (60:58).
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich das Spiel zu einem regelrechten Krimi. Die Führung wechselte insgesamt 17 mal zwischen beiden Mannschaften hin und her. Während Leonard die Clippers von Korberfolg zu Korberfolg trug, spielte in dieser Phase Jimmy Butler groß auf (30, 12/20) und hielt seine Warriors auf Augenhöhe. Die Führung für die Clippers brachte aber erneut Norman Powell kurz vor Viertelende per Drive (83:82).
Im Schlussviertel rannten die Warriors lange einem Rückstand hinterher, den die Clippers zwischenzeitlich auf sechs Punkte ausgebaut hatten (92:86). Spät im Spiel riss Stephen Curry (36, 10/20) das Spiel endlich an sich, erzielte elf Punkte für die Warriors in Folge und brachte diese in Führung (111:107). Das letzte Wort hatten allerdings erneut die Gäste, in Person von Harden und Zubac, die per Korbleger den Ausgleich brachten. Es ging in die Verlängerung.
Hier waren es wieder die Clippers, die das Spiel zunächst unter ihre Kontrolle brachten. Zwei Dreier von Harden distanzierten den Tabellenfünften auf +6 (117:111). Die Warriors verkürzten durch Green und Curry, überkamen allerdings nie den Rückstand. Nachdem Green Sekunden vor Schluss einen offenen Korbleger vergab, war es um die Warriors geschehen.
Julius Ostendorf
Golden State beendet die Saison damit auf siebten Tabellenplatz und muss in die Play-Ins, wo sie zunächst auf die Memphis Grizzlies treffen. Die Los Angeles Clippers stehen hingegen den Denver Nuggets in der ersten Playoff-Runde gegenüber.