vor 4 Stunden
Reese bleibt dennoch zuversichtlich
In einem historisch zähen Finalspiel haben die Golden State Valkyries den nächsten Schritt Richtung Meisterschaft gemacht. Gegen die Atlanta Dream setzte sich das Team aus San Francisco dank starker Defensive durch (64:55) und erhöht vor Spiel sechs den Druck.

Mit 64:55 gewannen die Valkyries in der Nacht auf Dienstag deutscher Zeit Spiel fünf der WNBA Finals und führen in der Best-of-seven-Serie nun mit 3:2. Damit fehlt dem Team in seiner erst zweiten WNBA-Saison nur noch ein Sieg zum ersten Titel der Franchise-Geschichte.
Offensiv taten sich beide Mannschaften lange schwer. Zur Pause stand es 25:22 für Golden State. Zusammen 47 Punkte bedeuteten die punktärmste erste Halbzeit in der Geschichte der WNBA Finals. Atlanta traf über die gesamte Partie nur 29,2 Prozent aus dem Feld (inklusive 23,1 Prozent Dreier - 6/26) und leistete sich 17 Ballverluste, aus denen die Valkyries 21 Punkte machten.
Prägende Figur der Partie war Kiah Stokes. Die Centerin kam auf 13 Punkte, acht Rebounds und drei Blocks und traf drei ihrer vier Dreierversuche. Zum sechsten Mal in Folge verbuchte sie mindestens drei Blocks und egalisierte damit die Bestmarke von Lisa Leslie aus den Playoffs 2003. Ebenfalls 13 Punkte steuerte Veronica Burton (5/15) bei, die zudem acht Rebounds und vier Blocks sammelte.
Die Entscheidung besorgte ein 10:2-Lauf für die Gastgeberinnen zu Beginn des Schlussviertels, indem erst Gabby Williams (9 PTS, 3/14) ein Dreipunktspiel gelang, ehe Stokes per Dreier und Burton aus der Halbdistanz den eigenen Vorsprung in den zweistelligen Bereich brachten.
Gratulationen kamen nach Spielende auch von DBB-Star Satou Sabally, die Matchwinnerin Stokes per Instagram gratulierte. In einer Story repostete sie ein Highlight der Big von Golden State und schrieb dazu: "My big sis", also "meine große Schwester", sowie ein weinend-lachendes Emoji und ein Herz.
jos
Bei den Dream war Rhyne Howard mit 20 Punkten beste Werferin. Angel Reese holte 15 Rebounds, kam aber nur auf sieben Punkte und wurde dreimal wegen Offensivfouls abgepfiffen. Es ist bereits das zweite Spiel in Folge, indem die ehemalige Nr.-2-Pick im Scoring einstellig blieb. In Spiel vier verwandelte sie lediglich 2/12 ihrer Würfe; diesmal waren es 2/8. Aufgeben will sie freilich nicht: "Ich glaube weiterhin an unser Team, ich glaube weiterhin, dass wir das gewinnen können", sagte sie nach Spielende.
Die nächste Partie steigt am Donnerstag um 17:30 Uhr deutscher Zeit. Dream-Coach Karl Smesko gibt sich gelassen: "Nichts hat sich geändert. Wir gewinnen zwei Spiele, dann sind wir Meister." Ein mögliches Spiel sieben fände in der Nacht auf Sonntag in San Francisco statt.
