02.02.2026
Energie-Wende nach der Pause
ALBA Berlin steht in Trier lange mit dem Rücken zur Wand, kämpft sich aber mit Energie und Highlights zurück. In einem emotionalen Spiel kippt die Partie erst im Schlussviertel endgültig zugunsten der Berliner.

Die Gastgeber erwischten den besseren Start und setzten ALBA früh mit starkem Shooting unter Druck. Trier traf in der ersten Halbzeit beeindruckende 12 von 22 Dreiern und ging mit einer 54:47-Führung in die Pause. Behnam Yakhchali Dehkordi war bis dahin der auffälligste Trierer Akteur, während bei ALBA Berlin Justin Bean mit 13 Punkten zur Halbzeit voranging.
Nach dem Seitenwechsel kam ALBA deutlich aggressiver aus der Kabine und verkürzte schnell auf 59:57. Trier antwortete jedoch prompt: Ein Dreier von Nolan Adekunle zum Ablauf der Shotclock und ein weiterer Treffer von Jordan Roland stellten den Vorsprung wieder auf 71:61, worauf Berlins Coach Pedro Calles zur Auszeit griff. Zu diesem Zeitpunkt standen die Gastgeber bereits bei 16 von 26 Treffern von außen.
Doch ALBA blieb dran. Allen voran Jack Kayil übernahm Verantwortung: Acht Punkte in Folge - zwei Dreier und zwei Freiwürfe - brachten den Ausgleich zum 71:71. Kurz darauf sorgte Malte Delow mit einem Buzzer Beater für das 73:73 nach drei Vierteln.
Im Schlussabschnitt kippte das Spiel endgültig. Martin Hermannsson traf erst den Dreier zur ersten ALBA-Führung (76:73) und legte direkt drei Freiwürfe nach - 79:75. Trier hielt durch Roland zunächst dagegen, doch das Momentum gehörte nun klar den Berlinern. Der Knackpunkt folgte beim Stand von 91:85: Kayil vollendete einen krachenden And-One-Poster-Dunk, der die Halle schlagartig verstummen ließ und der Partie spürbar die Energie entzog.

Kurz darauf blockte Norris Agbakoko spektakulär Maik Zirbes, sprintete nach vorne und wurde erneut von Kayil per Lob zum Dunk bedient - die endgültige Entscheidung. Trier fand offensiv keine Antworten mehr. Am Ende gewann ALBA mit 99:92 und sicherte sich damit auch den direkten Vergleich, nachdem das Hinspiel noch mit 92:97 verloren gegangen war.
Topscorer der Berliner war Kayil mit 24 Punkten (egalisiert Career-High) und sechs Rebounds, Bean steuerte 16 Punkte und fünf Rebounds bei. Für Trier erzielte Roland 26 Punkte und traf fünf Dreier.