vor 4 Stunden
Gladiators verlieren erstmals seit einem Monat
Die Skyliners Frankfurt haben ihre Siegesserie zum Leidwesen jener von den Gladiators Trier auf fünf Spiele ausgebaut. Die Hessen führten gegen die glücklosen Gäste nahezu über die gesamte Spielzeit und setzten sich Mitte des dritten Viertels nachhaltig ab.

Eine Serie würde im Pokal-Achtelfinalduell am Samstagnachmittag auf jeden Fall enden: Während die Skyliners Frankfurt auf vier Siege am Stück zurückblicken konnten, waren es bei den Gladiators Trier wettbewerbsübergreifend sogar fünf Erfolge in Serie. Unter der Woche waren beide Teams auch auf internationaler Bühne siegreich.
Ob aufgrund der hohen Taktung der vergangenen Wochen oder des Do-or-Die-Charakters dieser Partie - beide Mannschaften hatten im direkten Duell nun zunächst ihre Probleme. Nach einem Dreier von Tommy Klepeisz (6 PTS, 2/3 Dreier) blieben sowohl Frankfurt als auch Trier erstmal lange ohne Korberfolg. Als Till Pape (8 PTS, 5 REB) die Durststrecke an der Sechsminutenmarke beendete, kamen die Akteure sogleich ins Laufen. Das muss man wörtlich verstehen, denn ein Großteil der Punkte gelang in direkter Korbnähe. Aus der Distanz wirkte der Ring dagegen lange wie zugeschweißt.
Per 8:0-Lauf konnten sich die Hessen dann allerdings etwas absetzen. Ein Halbdistanzwurf von Judah Mintz (18 PTS, 5 REB) setzte den Schlusspunkt der ersten zehn Minuten (22:15). Im Verlaufe des zweiten Durchgangs kämpfte sich Trier über verbesserte Defensive ins Spiel. Drei Punkte von Eli Brooks (13/5/5) sowie ein seltener Dreier (von Behnam Yakhchali) verkürzten auf -3.
Nach dem Seitenwechsel machten die Gäste zunächst weiter Gebrauch von ihrem Momentum. Jordan Roland (15 PTS, 7 AST) gelangen sieben Punkte am Stück, inklusive eines Distanztreffers. Direkt im nächsten Angriff sorgte Krimmer (13 PTS, 5 REB) dann sogar für den umjubelten Ausgleich (40:40). Frankfurt-Trainer Klaus Perwas nahm umgehend eine Auszeit, aus der seine Mannschaft stark verbessert hervorging.
jos
Die Skyliners überzeugten nun offensiv durch viel Bewegung und präsentierten sich auch defensiv sehr aufmerksam, indem man den schnell spielenden Gegner zu mehreren Ballverlusten in Transition zwang. Ein 10:2-Lauf zum Viertelende schloss der weiterhin starke Mintz mit einem erfolgreichen Dreier nach Steal zum 59:48 ab.
Im Schlussdurchgang änderte sich an diesem Spielverlauf nicht viel. Trier blieb aus der Distanz weitgehend glücklos und verpasste es deshalb maßgeblich, einen Run hinzulegen, der den Rückstand hätte verkürzen können. Dabei halfen auch die insgesamt 19 offensiven Rebounds nicht. Die Hausherren machten es besser und bauten ihren Vorsprung dank des nun auffälligeren Isaiah Swope (16 PTS, davon elf im vierten Viertel) weiter aus. Der Guard traf erst per Dreier und stellte dann an der Freiwurflinie den bis dato höchsten Vorsprung her (68:54). Trier hingegen blieb bis zur Schlusssirene zu ideenlos, versuchte es trotz fataler Quote (7/41) munter weiter aus der Distanz und kam daher nie wieder in Schlagdistanz.
Die Skyliners setzen ihren starken Saisonstart damit weiter fort und fahren ihren fünften Sieg in Folge ein. Den Rückenwind dürften die Hessen gebrauchen können: Am Mittwoch empfängt das Team den spanischen Topklub Teneriffa im Eurocup (19.30 Uhr). Eine halbe Stunde sind auch die Gladiators gefordert, wenn man im Europe Cup Croatia Split empfängt (20 Uhr).
