23.05.2025
EuroLeague: Final Four in Abu Dhabi
Fenerbahce Istanbul hat den amtierenden EuroLeague-Sieger Panathinaikos Athen entthront. Die Türken erwischten den deutlich besseren Start und ließen sich auch später nicht mehr aus der Ruhe bringen.

Premiere in der EuroLeague: Zum ersten Mal seit Einführung des Final Fours werden die beiden Halbfinals und das anschließende Endspiel nicht in Europa ausgetragen. Stattdessen hatte sich Abu Dhabi die Austragung gesichert. Mit der häufig frenetischen Atmosphäre bei EuroLeague-Heimspielen von den großen Traditionsvereinen konnte die Stimmung zwar nicht mithalten, dennoch hatten zahlreiche Anhänger, insbesondere aus der Türkei, hatten den langen Weg auf sich genommen.
Der Auftakt verlief für Panathinaikos alles andere als vielversprechend. Die Griechen fanden im ersten Viertel kaum ihren Rhythmus und wirkten in der Offensive ideenlos. Erst als Matthias Lessort, nach langer Verletzungspause zurück auf dem Parkett, ins Spiel eingriff, kam neue Energie aufs Feld. Der Center setzte physische Akzente, riss gleichwohl Mitspieler wie Fans mit. Zu diesem Zeitpunkt war Fenerbahce allerdings schon enteilt. Die Türken legten los wie die Feuerwehr, trafen starke 7 von 11 Dreier im ersten Abschnitt und erspielten sich so eine frühe zweistellige Führung (22:12).
Im zweiten Viertel blieb die Intensität weiter hoch, die Trefferquote Feners sank allerdings deutlich. In dieser Phase war es Kendrick Nunn, der Verantwortung für Panathinaikos übernahm. Der frühere NBA-Guard hielt seine Griechen mit einem persönlichen Neunpunkte-Viertel im Spiel - inklusive einem Korbleger mit Ablauf der Vierteluhr. Die Führung der Istanbuler lag plötzlich nur noch bei fünf Zählern (33:38).
Nach dem Seitenwechsel setzte sich das griechische Momentum zunächst fort. Wenyen Gabriel (4) und Kendrick Nunn (19) verkürzten den Rückstand nach nur zwei Minuten auf einen Punkt (37:38). Fenerbahce ließ sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Errick McCollum (13) erzielte unter den Augen von NBA-Bruder CJ sechs Punkte am Stück. Mit plus 7 ging es in den letzten Abschnitt (55:48).
Und auch hier blieben die Istanbuler die bessere Mannschaft. Auch dank des starken Devon Hall (18 Punkte) distanzierten die Türken den Gegner zwischenzeitlich wieder auf zehn Punkte. Panathinaios-Topscorer Cedi Osman (22, 7/14) stemmte sich vergeblich gegen die Niederlage.
Der Finalgegner von Fenerbahce Istanbul entscheidet sich im um 20 Uhr beginnenden zweiten Halbfinale. Hier trifft Daniel Theis mit seiner AS Monaco auf Hauptrundensieger Olympiakos Piräus. Das Finale findet bereits in zwei Tagen, am Sonntag, statt.
jos