13.05.2025
Jaworski mit 40 Punkten
Trotz einer historischen 45-Punkte-Performance von Bryce Hamilton ziehen die EWE Baskets Oldenburg durch ein 95:83 gegen die Rostock Seawolves in die nächste Runde ein. Auch Justin Jaworski glänzte mit 40 Zählern in einem Duell für die BBL-Geschichtsbücher.

Die Seawolves legten los wie die Feuerwehr. Mit einem 10:0-Lauf setzten sie früh ein Ausrufezeichen und führten schnell 15:5. Vor allem Bryce Hamilton war sofort im Spiel - und wie! Der Rostocker Guard erzielte die ersten zehn Zähler seines Teams im Alleingang und kam im ersten Viertel auf ganze 16 Punkte. Zwar kämpften sich die Oldenburger, angeführt von einem ebenfalls stark aufspielenden Justin Jaworski (10 Punkte im ersten Abschnitt), zwischenzeitlich wieder heran (21:22), doch Hamilton setzte mit einem erfolgreichen Dreier inklusive Foul das nächste Highlight. So ging es mit 27:21 aus Sicht der Gäste in die erste Pause.
Im zweiten Viertel fanden die Hausherren besser rein und verkürzten schnell auf 27:28. Doch der erste Führungswechsel seit dem 5:2 wollte nicht gelingen. Stattdessen legte Rostock erneut einen 8:0-Lauf aufs Parkett. Die Partie wurde zusehends intensiver, beide Teams lieferten sich ein offenes Duell mit vielen offensiven Highlights. Jaworski hielt Oldenburg im Spiel, und kurz vor der Halbzeitpause sorgte er mit weiteren Treffern für den verdienten 45:45-Ausgleich.
Das dritte Viertel begann furios für Oldenburg: Ein 10:0-Lauf brachte die erste klare Führung des Abends. Doch auch jetzt blieb das Spiel ein Privatduell der Extraklasse: Hamilton und Jaworski trafen fast nach Belieben, beide waren kaum zu stoppen. Bitter für Rostock: Malik Osborne kassierte nach rund sechs Minuten im dritten Viertel sein fünftes Foul und musste früh runter. Oldenburg nutzte die Situation und zog auf +11 davon. Doch Hamilton hatte noch lange nicht genug - mit weiteren Treffern hielt er seine Seawolves im Spiel. Dennoch ging Oldenburg mit einem 68:58 ins Schlussviertel.
Der vierte Abschnitt gehörte zunächst allein Bryce Hamilton: Die ersten 14 Punkte der Gäste gingen allesamt auf sein Konto. Jaworski blieb jedoch ebenfalls auf Kurs und knackte wenig später die 30-Punkte-Marke, ehe auch er bei 40 Zählern (7/13 2PM, 5/10 3PM) landete. Zwischenzeitlich verkürzte Rostock den Rückstand auf fünf Punkte, doch ein eiskalter Dreier von Geno Crandall (17 Punkte, 8 Rebounds) stoppte das Comeback. Oldenburg behielt in der Schlussphase die Nerven, ließ nichts mehr anbrennen und sicherte sich mit 93:83 den Sieg, trotz einer unfassbaren 45-Punkte-Performance (11/18 2PM, 6/11 3PM) von Bryce Hamilton.
Mit der Niederlage endet die Saison für die Rostock Seawolves. Oldenburg hingegen hat durch den Sieg im ersten Play-In-Spiel die Chance am Donnerstag (ab 20 Uhr, LIVE bei Dyn) im Duell gegen den Verlierer der zweiten Play-In-Partie zwischen Alba Berlin und dem MBC mit einem weiteren Sieg in die Playoffs einzuziehen. Der Sieger dieser dritten Play-In-Partie wird anschließend an Platz Acht gesetzt und trifft in der Best-of-Five-Serie auf den Hauptrundensieger und Titelverteidiger FC Bayern München.
Lukas Hetterich