vor 11 Stunden
Offensiver Einbruch der Gastgeber
Zum Auftakt des 6. Spieltags in der Basketball-Bundesliga empfingen die EWE Baskets Oldenburg die BMA365 Bamberg Baskets. Dabei sah es über drei Viertel hinweg nach einem Krimi aus, jedoch zog Bamberg letztlich davon und entschied das Spiel verdientermaßen für sich. Ausschlaggebend dafür war ein katastrophales letztes Viertel der Oldenburger.

Nachdem beide Teams in der Vorwoche aus dem Pokal ausschieden und vor dem direkten Duell seit drei beziehungsweise vier Spielen auf einen Sieg warteten, kam es am Freitagabend zu einem echten Krisenduell. Die Oldenburger mussten dabei neben zwei bereits länger verletzten Akteuren kurzfristig auch auf Nicholas Tischler verzichten. Der Forward fällt mit einem gebrochenen Finger für rund einen Monat aus.
Dennoch erwischten die Donnervögel zunächst den besseren Start in die Partie. Auf einen schnellen 6:0-Lauf der Hausherren antworteten die Gäste jedoch ihrerseits mit einem 13:4-Lauf. In der Folge entwickelte sich eine enge Partie. Bamberg gelang es mehrmals, auf rund fünf Punkte davon zu ziehen. Oldenburg traf über das gesamte Spiel hinweg den Dreier kaum (17 Prozent), blieb jedoch lange im Spiel. Das lag im ersten Viertel vor allem an den Ballverlusten der Franken.
Im zweiten Viertel waren es auf Oldenburger Seite immer wieder Point Guard Jeremy Roach (16 Punkte) sowie Topscorer Tylan Pope (17), die ihre Mannschaft offensiv im Spiel hielten. Bamberg kam im Fastbreak oder nach Offensivrebounds immer wieder zu einfachen Punkten. Allerdings waren bei den Bambergern in Daniel Keppeler und Hason Ward (9 Punkte, 6 Rebounds) beide Center mit drei Fouls vorbelastet. Ab Mitte des Viertels übernahmen die Oldenburger mit einem 10:0-Lauf in der Folge das Zepter. Ausgerechnet der Ex-Bamberger Zach Ensminger sorgte für die erste Führung der Niedersachsen seit Beginn des Viertels. Bis zur Halbzeit blieb das Spiel eng, die Donnervögel konnten jedoch eine 2-Punkte-Führung in die Kabine mitnehmen (39:37).
Im dritten Viertel kamen zunächst die Bamberger etwas besser aus der Kabine. Durch einen 11:2-Lauf, angeführt von Demajeo Wiggins (13 Punkte, 9 Rebounds), der immer wieder in der Zone einfache Punkte erzielte und kamen die Norddeutschen anschließend zu einer 7-Punkte-Führung - die höchste der Gastgeber. Nach einem 5:0-Lauf der Bamberger entwickelte sich erneut ein enges Spiel.
jsc
Zu Beginn des Schlussabschnitts übernahmen die Bamberger durch einen 9:0-Lauf die Führung und bauten diese weiter aus (69:64). Offensiv hatten die Oldenburger Probleme mit der Switching-Defense der Franken und kamen kaum noch zu Punkten. Auch einfache Ballverluste zwangen Headcoach Bogicevic zu zwei Auszeiten nacheinander. Auch danach behielt Bamberg weiter die Kontrolle über die Partie. Mit zwei Dreiern von Trevon Scott (11 Punkte, 3/4 Dreier) setzte man sich vier Minuten vor Ende auf neun Punkte ab - die höchste Führung im Spiel. Während Oldenburg magere sechs Punkte in den finalen zehn Minuten erzielte und so den Sieg aus der Hand gab, fuhren die Bamberger - angeführt von Topscorer Richard Balint (18 Punkte, 7/12 FG) - einen letztlich ungefährdeten Sieg ein.
Für die EWE Baskets steht am kommenden Samstag ein schweres Auswärtsspiel bei ratiopharm Ulm an, während die Bamberger einen Tag später Science City Jena empfangen.
