15.08.2025
Halbfinal-Sieg gegen die Türkei
Die deutschen Basketballer haben auch ihr drittes Spiel der EM-Vorbereitung gewonnen. Im Supercup-Halbfinale gegen die Türkei blieb das DBB-Team - besonders in der ersten Hälfte - weitestgehend ideenlos. Letztlich musste es erneut das deutsche Star-Duo richten.

Nach sechs Jahren in Hamburg fand der traditionell jährlich stattfindende Supercup im Münchner SAP Garden sein neues Zuhause. Die 11.500 Zuschauer in der ausverkauften Arena sahen allerdings eine erneut zerfahrene deutsche Mannschaft. Die über die vollen 40 Minuten angekündigte Topleistung blieb aus - zumindest offensiv. Mit Ausnahme von Dennis Schröder und Franz Wagner präsentierte sich Deutschland - wie schon im zweiten Test gegen Slowenien - teils besorgniserregend ideenlos.
Die Türkei, die sich beim bevorstehenden EM-Turnier ebenfalls eine Top-Platzierung ausmalt, startete mutig ins Auftaktspiel des Supercups. Unter dem Korb stellte Houston-Rockets-Star Alperen Sengün (25, 9/11) Daniel Theis vor Probleme, welcher in seinem Debüt nach Verletzung noch nach seiner Form suchte. Offensiv wirkte die deutsche Starting Five, wie schon im zweiten Test gegen Slowenien, über weite Strecken ideenlos. Justus Hollatz (10, 4/7) sorgte von der Bank mit zwei Dreiern für dringend benötigte Punkte.

Auch in den zweiten zehn Minuten blieb ein offensives Feuerwerk der deutschen Mannschaft aus. In den ersten sechseinhalb Minuten gelangen lediglich zwei Punkte. Die Türkei verlor man nur deshalb nicht aus den Augen, weil man sich nun defensiv besser ins Spiel kämpfte. Dabei half auch, dass die Türkei bis zum ersten Kabinengang nur einen ihrer elf Distanzversuche versenkte. Für einige der wenigen Highlights der ersten Hälfte sorgte Türkeis Big Man Adem Bona, der in den ersten zwei Vierteln gleich drei Blocks einsammelte (am Ende 5). Mit mageren 28:35 ging es in die Kabinen.
Julius Ostendorf
Nach dem Seitenwechsel kam Deutschland mit neuem Elan aufs Feld, wenngleich man sich offensiv weiterhin eher auf das Stückwerk von Schröder und Wagner verlassen musste. Mitte des Durchgangs besorgte Tristan da Silva - mit den ersten deutschen Punkten, die nicht vom Topduo kamen - den Ausgleich (42:42). Der Rhythmus war dann aber schnell wieder gebrochen, nachdem Schröder (22, 7/9) und Wagner (17, 6/15) auf der Bank Platz nahmen. Die zweite Garde brachte in den drei finalen Viertel-Minuten lediglich zwei Thiemann-Freiwürfe zustande. Das Fehlen vom angeschlagenen Lo machte sich da deutlich bemerkbar. Auf Anderson verzichtete Mumbrú im Spiel komplett.
Im Schlussviertel blieb es umkämpft. Beide Trainer brachten nochmal ihre Startmannschaft aufs Feld, die Intensität blieb - insbesondere für ein Testspiel - sehr hoch. Drei Minuten vor Schluss traf Theis seinen ersten Feldwurf des Spiels - einen Dreier, der Deutschland mit 67:64 in Führung brachte. Aufseiten der Türkei nahm Sengün das Spiel nun zunehmend in die eigene Hand. Ein Korbleger plus Foul verkürzte den Rückstand auf einen Zähler, ehe Schröder kurz vor Schluss wieder +2 daraus machte. Im letzten Ballbesitz verpasste Larkin per Dreier den Wurf zum Sieg.
Im Finale treffen die deutschen Basketballer auf Serbien. Los geht's morgen um 20.45 Uhr (live bei MagentaSport).