vor 7 Stunden
U18-EM in Trentino
Die deutsche U-18-Nationalmannschaft hat auch das zweite Gruppenspiel bei der EM in Trentino gewonnen. Gegen Mitfavorit Slowenien zeigte das Team von Bundestrainer Alan Ibrahimagic eine starke Vorstellung und konnte erneut im Kollektiv glänzen. Das DBB-Team siegt mit 98:.

Am Ende war es ein Shootout der beiden Top-Talente. Der EuroLeague-erfahrene Stefan Joksimovic (28 Punkte, 7/21 FG, 9/11 FT) warf im vierten Viertel alles in die Waagschale, doch das DBB-Team hatte dank Fabian Kayser (25 Punkte, 9/16 FG, 5/9 3P, 10 Rebounds, 6 Assists) stets die richtige Antwort. Auch Lucai Anderson (15, 7 Rebounds, 6 Assists), Bruder von Nationalspieler Christian, drehte nach schwacher erster Hälfte auf. Zweistellig punkteten zudem Leonard Kröger (13, 6 Rebounds) und Anton Kemmer (10, 10 Rebounds).
Zu Beginn dominierte die Defense auf beiden Seiten, die DBB-Auswahl hatte aber wie schon am Vortag gegen Bulgarien deutliche Vorteile beim Rebound. Erst nach fünf Minuten spielten die Slowenen mal einen guten Wurf raus, während bei den Deutschen die Dreier vor allem durch Marko Petric fielen. Sloweniens Supertalent Joksimovic war dagegen noch ohne Field Goal (0/4) und auch die zweite Fünf der Deutschen spielte nun wie aus einem Guss (26:17 nach dem ersten Viertel).
Die Slowenen scorten nun ebenfalls etwas besser, doch das Team von Coach Alan Ibrahimagic hatte zumeist eine Antwort. Die Dreier fielen jetzt nicht mehr, durch Drives von Dusan Ilic oder Lucai Anderson wurden aber gute Würfe herausgespielt. So auch in einer kritischen Phase, als Fabian Kayser frei von draußen treffen konnte und zwei Freiwürfe verwandelte. Slowenien war jetzt aber dennoch besser drin, Joksimovic scorte nach 18 Minuten auch endlich mal aus dem Feld. Der Guard von Baskonia hatte nun Feuer gefangen, per Stepback-Dreier verkürzte er zum 42:45-Pausenstand.

rar
Das DBB-Team kam aber besser aus der Kabine, vor allem Anderson konnte sich nach schwacher erster Halbzeit etwas Selbstvertrauen holen. Innerhalb kurzer Zeit war der Vorsprung wieder zweistellig. Nach einem And-1 von Dusan Ilic hatte das Team die höchste Führung des Tages (64:50), durch kleinere Nachlässigkeiten blieb Slowenien aber noch im Spiel. So stand es nach drei Vierteln "nur" 70:61 zugunsten der Deutschen, die eigentlich alles im Griff hatten.
Und die Slowenen bäumten sich auf, machten jede Menge Druck auf den Ball und zwangen die deutschen Guards immer wieder zu Fehlern. Für Entlastung sorgten Anderson und Kayser per Dreier, der eine Weile pausiert hatte. Doch auch Slowenien traf jetzt in Person von Joksimovic seine Dreier, drei Minuten vor Schluss stand es plötzlich nur noch 85:83. Doch das deutsche Team behielt die Nerven. Erst war Anderson mit Freiwürfen zur Stelle, dann verwandelte der überragende Kayser einen weiteren Dreier und ließ wenig später noch einen zur endgültigen Entscheidung folgen.
Am Montag geht es dann für die deutsche Mannschaft um den Gruppensieg. Dann trifft das DBB-Team auf Litauen, die am ersten Spieltag gegen Slowenien verloren hatte. Möglicherweise reicht auch eine Niederlage für Platz eins. Im Achtelfinale wartet dann ein Team aus der Kreuzgruppe D, die mit Spanien, Italien, Lettland und Estland bestückt ist.