10.08.2025
Slowenen ohne Doncic
Die deutschen Basketballer haben auch ihr zweites Testspiel gegen Slowenien gewonnen (80:70). Nach schwachem Start in die zweite Hälfte lief Deutschland bis kurz vor Schluss einem Rückstand hinterher. Kapitän Schröder sorgte für die Wende.

Nur zwei Tage nach dem ersten erfolgreichen Test gegen Slowenien standen sich beide Mannschaften nun in Mannheim erneut gegenüber - allerdings mit veränderten Vorzeichen. Bei den Slowenen setzte Luka Doncic aus, bei Deutschland kehrte Kapitän Dennis Schröder (persönliche Gründe) zurück.
Dementsprechend veränderte sich auch die deutsche Starting Five. Schröder rückte für Hollatz in die Startaufstellung. Darüber hinaus tauschte Bundestrainer Mumbrú das Front Court einmal komplett aus. Thiemann und Voigtmann starteten für Bonga und Kratzer.
Wie insbesondere der DBB-Kapitän selbst, tat sich auch die gesamte deutsche Mannschaft in den Anfangsminuten schwer. Slowenien schien aus dem ersten Spiel gut gegen die neue Fastbreak-zentrierte deutsche Offensive gewarnt zu sein. Viel lief letztlich über Schröder und Wagner. Für den ersten Pausenstand sorgte Isaac Bonga - natürlich - im Fastbreak (19:19).

Ohne Wechsel, dafür mit verändertem Gesicht kam Deutschland aus der ersten Pause. Tristan da Silva sorgte für fünf Punkte in Folge. Anschließend kam auch die Starting Five wieder zurück aufs Feld und machte genau da einfach weiter. Nach wenigen Minuten stand ein 20:2-Lauf für Deutschland zu Buche. Der Pausenstand 42:30.
Entschieden war das Spiel an dieser Stelle aber noch längst nicht. Stattdessen lief Slowenien nach dem Seitenwechsel heiß und traf einen Dreier nach dem anderen. Deutschland, wieder mit Schröder und Wagner auf dem Feld, musste zusehen, wie die Gäste schließlich die Führung übernahmen. Auf deutscher Seite wurden in dieser Phase zunehmend die defensiven Mängel sichtbar. Offensiv sollte der Dreier das Sorgenkind bleiben. Anders bei Slowenien, die bis dato 9 ihrer 18 Distanzversuche im Korb unterbrachten. Mit einem Rückstand ging es in die letzte Viertelpause (57:60).
Julius Ostendorf
Trotz einigen personellen Wechseln, unter anderem kamen Schröder und Wagner zurück, sollte sich offensiv im Schlussviertel erstmal nicht viel ändern - bis zu einer Auszeit beim Stand von 60:67. Nun übernahm Kapitän Schröder (18, 5/18), der endlich seinen Rhythmus fand und mit acht Zählern in Folge das Spiel drehte. Der 31-Jährige bewies einmal mehr der emotionale Anführer einer Mannschaft zu sein, der über weite Strecken das Feuer fehlte. Den Vorsprung brachte das DBB-Team letztlich problemlos über die Ziellinie.
Weiter geht es für die deutschen Basketballer nächste Woche im Supercup in München. Am Freitag kommt es zum Duell mit der Türkei (18 Uhr). Tags darauf warten Serbien oder Tschechien.