vor 10 Minuten
Da Silva und Lo überragen
Deutschland hat das Finale im Supercup gewonnen. Gegen Kroatien zeigte sich das DBB-Team im Vergleich zum Spiel gegen Tschechien deutlich verbessert und setzte sich mit 96:87 durch, auch wenn am Ende noch einmal ein bisschen gezittert werden musste.

Bester Scorer der Deutschen war Oscar da Silva mit 22 Punkte (9/11 FG). Dazu glänzte Maodo Lo, der vor allem im dritten Viertel mit guten Aktionen zur Stelle war, als Dennis Schröder (10, 3/16 , 7 Rebounds, 10 Assists) mit Knieproblemen auf der Bank saß. Der Kapitän agierte selbst sehr umsichtig, traf aber kaum etwas aus dem Feld. Bei den Kroaten zeigten sich Mario Hezonja (19, 5/18), Ivica Zubac (19, 13 Rebounds) und Karlo Matkovic (17, 7/7) für das Scoring verantwortlich .
Die Kroaten begannen erneut mit Jaleen Smith, Roko Badzim, Mario Hezonja, Dario Saric und NBA-Center Ivica Zubac. Auch Bundestrainer Alex Mumbru änderte nichts, es starteten Dennis Schröder, David Krämer, Isaac Bonga, Tristan da Silva sowie Daniel Theis. Die Kroaten fanden zunächst über Smith Erfolg, bei Deutschland war es Bonga, der die ersten Akzente setzte.
rar
Ein kleines Polster konnte sich niemand herausspielen, auch wenn Hezonja (10 PTS im ersten Viertel) und Zubac kaum zu stoppen waren. Schwung brachte für das DBB-Team die Second Unit um den starken Maodo Lo, der mit sechs Punkten dafür sorgte, dass nach zehn Minuten alles ausgeglichen war (24:24).
Wie gegen Tschechien wollte der Dreier dagegen nicht fallen. Deutschland schaltete aber schnell um und Johannes Thiemann zog im Post clever seine Fouls. Dazu forcierten die Deutschen einige Turnover und sorgten für die erste längere Dürre bei den Kroaten. Über sechs Minuten legte der Europameister einen 17:2-Lauf hin, nun fielen endlich auch Dreier von Bonga und Schröder. So war es dann doch eine zweistellige Führung zur Pause, Deutschland führte mit 50:39.

Theis war da nicht mehr mit dabei, der Center war im Duell mit Zubac hart gefallen und verschwand in die Kabine. Dafür rückte Thiemann ins Team, der wieder ein Aktivposten war. Kroatien eröffnete zwar mit einem 10:2-Lauf, doch Kay Bruhnke und eben Thiemann sorgten für Entlastung. Der Neu-Bayer holte sich jedoch schnell sein viertes Foul ab, es wurde dünn auf der Fünf. Dazu musste auch Schröder angeschlagen auf die Bank, doch Lo gab in dieser Phase einen guten Ersatz und stand bereits bei 17 Punkten. Kroatien gewann den Abschnitt mit 30:28, war aber dennoch noch immer mit neun Zählern hinten.
Karlo Matkovic hielt Kroatien jetzt im Rennen, während bei den Deutschen Oscar da Silva wichtige Plays machte. Die Gäste ließen aber nicht locker und bei Schröder fiel überhaupt nichts, selbst Korbleger vergab er. Dafür fand der Brauschweiger Oscar da Silva zwei Minuten vor Schluss per Alley Oop und traf dann endlich mal einen Dreier, der die Vorentscheidung darstellte (94:85).
Auf Deutschland warten in der kommenden Woche noch zwei weitere Pflichtspiele. In der WM-Qualifikation trifft der amtierende Champion am Donnerstag zunächst auf die Niederlande, bevor es drei Tage später nach Polen geht.
