29.06.2025
U19-WM, 2. Spieltag
Die deutschen Nachwuchsbasketballer haben auch ihr zweites Spiel der WM-Gruppenphase gewonnen. Gegen China setzte sich die U19-Mannschaft schon frühzeitig ab und gab die Führung danach nicht mehr her. Am Ende wurde es deutlich.

Nach dem Zittersieg im ersten WM-Spiel begann die deutsche U19 diesmal stärker und konnte dem Spiel insbesondere defensiv seinen Stempel aufdrücken. Es dauerte nur knapp fünf Minuten bis Christian Anderson den deutschen Vorsprung erstmals auf einen zweistelligen Wert hochschraubte. Kurz vor der ersten Viertelpause erhöhte Dörries von der Bank sogar auf +16 (29:13).
Im zweiten Durchgang sollten die Chinesen, die sich beim WM-Auftakt Kanada nur knapp geschlagen geben mussten (72:80), immer mutiger werden. Der große Unterschied aber zum Eingangsviertel: Das Team seine Dreier traf plötzlich hochprozentig. Center Xinquan Cui verkürzte aus der Distanz gar auf -8 (33:25). Die Schlussphase gehörte allerdings wieder Deutschland. Angeführt vom auffälligen Declan Duru baute die DBB-Auswahl die Führung bis zur Pause wieder auf 15 Zähler aus (49:34).
Nach der Pause stellte Bundestrainer Alan Ibrahimagic um und verschaffte einigen Bankspielern mehr Spielzeit. Einer der diese zu nutzen wusste, war Center Eric Reibe. Der 2,13 Meter-Mann von der University of Connecticut erzielte die ersten sechs deutschen Punkte in Folge nach dem Seitenwechsel. Am Ende des Durchgangs stand Reibe bei elf Punkten und Deutschland bei einem Vorsprung von 22 Zählern (74:52).
Reibes Leistung war exemplarisch für den Unterschied beider Teams. Deutschland dominierte die Paint, erzielte insgesamt 46 Punkte in unmittelbarer Korbnähe (China: 24).
Christian Anderson erzielte 14 Punkte. Hannes Steinbach steuerte zudem zwölf Punkte, sieben Rebounds und fünf Vorlagen hinzu.
Am Dienstag kommt es zum Abschluss der Vorrunde und dem Gipfeltreffen in Deutschlands Gruppe B. Ab 14.30 Uhr trifft die DBB-Auswahl auf die ebenfalls noch ungeschlagenen Kanadier (kostenfrei auf dem FIBA-YouTube-Account).
Julius Ostendorf