16.08.2025
26 Punkte für Franz Wagner
Die deutschen Basketballer haben das Supercup-Finale gegen Serbien knapp verloren. Das DBB-Team lag über weite Strecken zurück, machte es kurz vor Schluss nochmal spannend. Letztlich wurde die Aufholjagd allerdings nicht belohnt.

In den beiden vergangenen Spielen bemängelte Bundestrainer vor allem eins: wiederholt verschlief seine Mannschaft die Anfangsphase und musste sich anschließend von einem Rückstand aus zurück ins Spiel kämpfen. Im Gipfeltreffen des Supercups gegen Serbien sollte dieser Fehler nicht erneut unterlaufen.
Und in der Tat, Deutschland war bemüht das zu tun, was am Tag zuvor erst in der zweiten Hälfte gelang: schnell und aggressiv spielen. Weil Wagner und Schröder zunächst Pech hatten, brachte Theis-Ersatz Johannes Thiemann die ersten deutschen Punkte auf die Anzeigetafel. Auf serbischer Seite kamen dagegen gleich sechs verschiedene Spieler in den Genuss eigener Punkte. Dass Deutschland nach dem ersten Durchgang nur mit drei Zählern zurücklag (15:18), verdankte man insbesondere Tristan da Silva. Der Orlando-Magic-Forward erzielte die finalen sieben Zähler in Folge.
Der 23-Jährige war es auch, der dem DBB-Team nach der ersten Viertelpause die erste Führung des Spiels bescherte (23:22). Mit dem zwischenzeitlich ausgewechselten Jokic zurück auf dem Feld, lief die serbische Offensivmaschinerie jedoch wieder flüssiger. Ein 7:0-Lauf distanzierte die Gäste kurz vor dem Kabinengang auf +8, ehe Wagner per Freiwurf die dreieinhalb-minütige Durstrecke Deutschlands beendete (32:38).
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich das deutsche Team mit frischem Wind. Nach einem Wagner-Steal verkürzte Schröder auf -4. Es sollte für den DBB-Kapitän allerdings ein schwieriges Spiel bleiben (12, 4/11). Der 31-Jährige hatte gegen Kettenhund Avramovic sichtbar Probleme. Umso aggressiver versuchte Wagner nun zu agieren, zog mehrmals mit viel Kontakt zum Korb und erarbeitete nach und nach deutsche Punkte. Mit Rhythmus hatte das allerdings wenig zu tun.

Julius Ostendorf
Anders bei den Serben, die sich zum Ende des dritten Durchgangs in einen Rausch spielten. In der Zone tat Petrusev der DBB-Verteidigung mit acht schnellen Punkten weh. Über die Dreierlinie fand Vukcevic nun zunehmend ins Spiel. In den Schröder- und Wagner-losen Minuten schnellte der deutsche Rückstand auf 15 Zähler hoch (55:70).
Das letzte Kapitel dieses Spiels war allerdings noch nicht geschrieben. Im Schlussviertel bäumte sich das DBB-Team nochmal auf. Wagner übernahm in dieser Phase klar die Führungsrolle. Ein Korbleger plus Foul verkürzte den Rückstand auf -6. Dank Fullcourt-Presse gelangen Obst und Wagner (26P, 8/17) noch zwei Steals und einfache Korbleger. Der Rückstand plötzlich nur noch -2 (71:73). Das letzte Wort sollten allerdings wieder die Serben haben. Jovic schlug von außerhalb zurück. Von Avramovics Dreier erholte sich Deutschland daraufhin nicht mehr.
Bis zum EM-Auftakt am 27. August stehen für die deutsche Nationalmannschaft noch zwei weitere Tests auf dem Programm. Am kommenden Donnerstag und Samstag trifft das DBB-Team auf Spanien. Hier geht's zur Testspiel-Übersicht.